24.04.2019 | Wetter Hitze legt Böden trocken: Kommt der nächste Dürre-Sommer?

Das warme Wetter in den Osterferien mit teilweise sommerlichen Temperaturen hat nicht nur Vorteile. Etliche Regionen in Bayern haben bereits jetzt die höchste Gefahrenstufe vor Waldbränden ausgerufen. Nach Einschätzungen von Wetterexperten könnte uns zudem ein weiterer Dürre-Sommer bevorstehen.

Foto: Lino Mirgeler/dpa Droht uns eine ähnliche Hitzewelle wie letztes Jahr?

Die aktuelle Hitzewelle über Deutschland lässt den Deutschen Wetterdienst alarmieren. In weiten Teilen des Landes sind die Böden durch die anhaltende Hitze und den ausbleibenden Regen schon jetzt trockener als im Vorjahr. Dabei galt 2018 schon als ein außergewöhnliches Dürrejahr. Auch die Temperaturen sind seit Beginn des Jahres höher als die Durchschnittstemperaturen der letzten Jahren. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden könnte, wenn die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhält.

Ernteausfälle sind zu befürchten

In etlichen Regionen Bayerns wurde bereits jetzt vor erhöhter Waldbrandgefahr gewarnt. Doch auch die Landwirte schlagen angesichts dieser Vorhersagen Alarm. Durch die enorme Hitze und Trockenheit im vergangenen Jahr mussten viele von ihnen hohe Ernteausfälle hinnehmen. Dabei ist ausreichend Wasser im Boden besonders jetzt wichtig, da die Pflanzen sich aktuell im Wachstum befinden. Befürchtet werden schon jetzt Ausfälle bei Raps oder Kartoffeln

Auch die Forstwirtschaft würde unter längeren Dürreperioden leiden. Trockene Bäume sind nämlich besonders anfällig für Schädlinge. 

Wasserreserven reichen nicht aus

Im letzten Jahr waren die Startbedingungen für die Landwirte sogar noch besser. Durch üppige Niederschläge im Herbst und Winter 2017/2018 war noch genügend Bodenfeuchte gespeichert. Zwar ist diesen Winter etwas mehr Niederschlag als üblich gefallen, trotzdem konnten die Defizite aus dem trockenen Vorjahr nicht ausgeglichen werden. Darunter leiden besonders Pflanzen mit flachen Wurzeln, da die Wasserreserven in tieferen Bodenregionen gespeichert sind.

Auch den Grundwasserständen macht die anhaltende Trockenheit zu schaffen. So wurden die Bewohner der Gemeinde Pfreimd in der Oberpfalz am Wochenende bereits aufgefordert, sorgsam mit dem Trinkwasser umzugehen. 

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