14.01.2020 | Wetter Prognose: Kommt der Winter 2020 noch zu uns nach Bayern?

Der Januar ist bisher ungewöhnlich mild. Statt Schnee sind derzeit Plus-Grade die Regel. Wie Experten die Chancen auf einen echten Wintereinbruch in Bayern einschätzen, lest ihr hier.

Foto: Sven Hoppe/dpa

Skifahrer, Snowboarder und Schneefreunde werden von der bisherigen Wintersaison bisher enttäuscht. Der Januar 2020 ist in Bayern bisher deutlich zu mild. Der Monat könnte zum wärmsten Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Von Schnee und Winter-Feeling weit und breit keine Spur! Es fühlt sich mancherorts schon fast wie Frühling an. Am Dienstag (14.01.) waren an den Alpen etwa Temperaturen bis 15 Grad zu messen. Und viele Wetterexperten erwarten, dass es in den nächsten Wochen weiterhin so mild bleibt.

Schnee im Flachland: unwahrscheinlich!

„Nach derzeitigem Trend ist ein Winter bis in tiefe Lagen bis zum Ende des Monats nicht in Sicht“, so eine DWD-Meteorologin. Zwar könne es zwischendurch „kältere Phasen und hier und da etwas Schnee im Bergland“ geben, es sei aber weiterhin für die Jahreszeit zu mild.

Auch der Blick auf die Schneefallwahrscheinlichkeiten in den nächsten Wochen gibt wenig Grund zur Winter-Hoffnung. Die Experten von wetter.de rechnen bis Ende Januar überwiegend mit höchstens 30 Prozent Schneewahrscheinlichkeit in einzelnen Ort.

Nur für Anfang der 4. Kalenderwoche werden derzeit Werte etwas weiter oben erwartet, bei 60 Prozent. Dann aber auch nur südlich der Donau, wo es kälter wird und Minustemperaturen zu erwarten sind. Zumindest im höheren Bergland ist dann Ende Januar mit Schnee zu rechnen, wenn auch nicht übermäßig viel. Unterhalb von 500 bis 600 Metern sieht es mit Schneechancen dagegen mau aus. Denn Dauerfrost und arktische Kaltlufteinbrüche machen sich nicht breit.

Prognose: Nächste Monate ebenfalls nicht Winter-like

Selbst der Februar wird nach momentanen langfristigen Wettertrends eher zu mild, was die Aussichten auf Schnee und Winter weiter trübt. Die ersten Wettertrends für März und April sagen voraus, dass auch diese beiden Monate deutlich zu warm werden. Dazu könnten die Monate zu trocken werden, ausgerechnet zu der Zeit, in der die Natur für ihr Frühlingswachstum dringend Nässe braucht.