09.05.2022 | Wetter Regen oder Hitze? So soll der Sommer 2022 werden

Erst drei Dürrejahre in Folge und dann dramatische Überflutungen. Die vergangenen Sommer hatten es in sich. Auf was müssen wir uns dieses Jahr einstellen? Hier eine erste Prognose.

Foto: Sven Hoppe/dpa

Der europäische Wetterdienst ECMWF hat eine erste Hitzesommerprognose veröffentlicht. 

Hitze im Anmarsch

Die Experten des Wetterdiensts rechnen im Juni, Juli und August mit trockenem Wetter. Außerdem soll jeder Sommermonat im Mittel 1 bis 1,5, teilweise sogar bis zu 2 Grad zu warm ausfallen.

Damit dürften wir an die sehr warmen und extrem trockenen Sommer aus dem Jahr 2018 und 2019 rankommen, diese vielleicht sogar noch überbieten, erklärt Wetterexperte Dominik Jung.

Frühjahr schon zu trocken

Hinzu kommt, dass dieses Frühjahr schon deutlich zu trocken ausfallen wird. Wenn jetzt auch noch der Sommer zu trocken ausfiele, wäre das wirklich der „Worst case“, meint Jung. Deutschland bräuchte mittlerweile schon zwei bis drei nasse Winter, um das Wasserdefizit komplett abzubauen.

Der aktuelle Dürremonitor zeigt die Trockenheit deutlich.

Dürremonitor Deutschland

Weite Teile Ostdeutschlands haben besonders mit Wasserknappheit zu kämpfen. Für Bayern sieht es aktuell noch ganz gut aus. Vor allem in Franken ist laut Dürremonitor genügend Wasser vorhanden, dass Nutzpflanzen und Bäumen zur Verfügung steht.  

US-Wetterdienst bestätigt europäische Tendenz

Der US-Wetterdienst NOAA rechnet unterdessen mit einem extrem trockenen Mai in Deutschland. Auch der Sommer soll demnach zu wenig Regen bringen und rund 1,5 bis 2 Grad zu warm ausfallen, bezogen auf das Klimamittel 1991 bis 2020. 

Die Wahrscheinlichkeit für einen deutlich zu warmen Sommer oder gar einen Hitzesommer nimmt damit weiter zu. 

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