Ann Lee

Ann Lee (* 29. Februar 1736 in Manchester; † 8. September 1784 in Watervliet, New York) war die Gründerin der amerikanischen Freikirche der Shaker, einer der ungewöhnlichsten, langlebigsten und zugleich bekanntesten christlichen Gemeinschaften in der Geschichte der religiösen Utopismen in den USA. Von den Shakern wird sie als „Mutter Ann“ bezeichnet.

Die ersten Jahre in England

Ann Lee kam am 29. Februar 1736 als zweites von acht Kindern von John Lees, einem Grobschmied in der bescheidenen elterlichen Wohnung in Toad Lane (heute Toad Street), Manchester zur Welt. Der Name der Mutter ist nicht überliefert; der Familienname wurde – in einer Zeit inkonsequenter Rechtschreibung – später verkürzt zu Lee. Ann zeigte von früher Jugend an einen tief religiösen Ernst und besondere Abscheu vor geschlechtlichen Sünden. Sie wurde Fabrikarbeiterin und konnte weder lesen noch schreiben.

Gedrängt von ihren Verwandten heiratete sie den Schmied Abraham Stanley, nahm später aber, nach dem Scheitern ihrer Ehe, wieder ihren Mädchennamen an. In England wurde Ann Lee durch ihre Predigten über die Sünde und die zweite Ankunft Christi bekannt, die in den Herzen der Gläubigen stattfinden sollte. 1770 wurde sie wegen „Sabbatschändung“ ins Gefängnis geworfen, dort hatte sie eine Vision Jesu Christi. Sie und ihre Anhänger wurden als Shaking Quakers (Shakers) bezeichnet, was sich von ihrem extatischen Tanz beim Gottesdienst herleitete, der bei den Shakern als eine Form der Verehrung Gottes gilt.

Quelle: Wikipedia.org