Atomic Kitten

Atomic Kitten ist eine aus Liverpool kommende britische Pop-Girlgroup, die 1998 von den OMD-Mitgliedern Andy McCluskey und Stuart Kershaw gegründet und bis 2002 songwriterisch begleitet wurde. Gemessen am Umsatz zählt die Band zu den weltweit erfolgreichsten Girlgroups des 21. Jahrhunderts und hat bislang über zehn Millionen Tonträger verkauft.

Das Produzenten-Duo formierte die ursprüngliche Besetzung mit Liz McClarnon, Kerry Katona und Heidi Range. Die beiden letzteren wurden später durch Natasha Hamilton und Jenny Frost abgelöst. Den kommerziellen Durchbruch erlangte Atomic Kitten unter der Besetzung mit McClarnon, Hamilton und Frost, die ab 2001 bestand und bis zur vorläufigen Trennung 2004 erhalten blieb.

Atomic Kitten erreichte neben zahlreichen Preisen – einschließlich einer vierfachen BRIT-Award- und zweifachen MTV-Europe-Music-Award-Nominierung – bisher drei Nummer-eins-Hits in den britischen Singlecharts: Whole Again, die viertmeistverkaufte Girlgroup-Single im Vereinigten Königreich, Eternal Flame, eine Coverversion des 1989er Hits der Bangles und The Tide Is High (Get the Feeling), ebenfalls ein Cover des 1967er Hits der Paragons. Zudem erlangten sie in Europa (insbesondere im deutschsprachigen Teil), Asien, Ozeanien und Südafrika mehrere Top-Ten-Hits.

2005, 2006 und 2008 kam es zu kurzen Wiedervereinigungen bezüglich der vorwiegenden Veröffentlichung von Charity-Songs. Anfang 2012 wurden Pläne zu einer Reunion angekündigt, die jedoch aufgrund der Differenzen zwischen Frost und Katona später wieder verworfen wurden. Schließlich kam es dennoch zur Reunion, als sie in der Anfang 2013 vom britischen Sender ITV2 ausgestrahlten Dokumentation The Big Reunion teilnahmen. Frost konnte jedoch wegen ihrer Schwangerschaft nicht daran teilnehmen und wurde durch Katona ersetzt. Hamilton gab später bekannt, dass Frost jederzeit für ein Comeback willkommen wäre.

Katona verließ Atomic Kitten im Dezember 2017 zum zweiten und endgültigen Mal, wodurch die Band seither in der Besetzung von McClarnon und Hamilton als Duo auftritt.

Bandgeschichte

1998: Gründung und Formation

Die Band namens Atomic Kitten wurde 1998 vom britischen Musiker Andy McCluskey gebildet, der vor allem als Frontmann der New-Wave-Band Orchestral Manoeuvres in the Dark (OMD) bekannt ist. Karl Bartos – ehemaliges Mitglied der deutschen Elektropop-Band Kraftwerk – schlug vor, nach der vorläufigen OMD-Auflösung 1996 eine neue Band als Vehikel für McCluskeys Songs zu gründen, die durch die Vorherrschaft des Britpop „völlig aus der Mode gekommen“ waren.

McCluskey gründete Atomic Kitten zusammen mit seinem OMD-Kollegen Stuart Kershaw. Die Besetzung bestand ursprünglich aus Liz McClarnon, Kerry Katona und dem späteren Sugababes-Mitglied Heidi Range, hatte aber keinen Namen. In Katonas Autobiografie Too Much, Too Young: My Story of Love, Survival and Celebrity (2007) erwähnt sie, dass die Band über Namen wie "Exit" und "Honeyheads" nachdachte, bevor sie sich mit "Automatic Kitten" niederließen, was der Titel eines Modelabels war, das einer Modedesignerin namens Mary Lamb gehörte. Als Katona ihrer Mutter alles über die Band erzählte, war ebenfalls der Freund ihrer Mutter, "Bob the Leg", anwesend. Er war nicht in der Lage Automatic Kitten auszusprechen und sagte stattdessen ständig Atomic Kitten. Katona mochte den Namen und berichtete McClarnon und Range davon; sie fühlten dasselbe und dieser blieb hängen.

1999–2000: Ranges Ausstieg, Tour-Debüt und Right Now

Range stieg 1999 wegen künstlerischer Differenzen aus und wurde im selben Jahr durch Natasha Hamilton ersetzt.

Atomic Kitten schafften mit ihrer Debüt-Single Right Now – die Ende November 1999 erschien – den Sprung in die Top-Ten der britischen Single-Charts. Ihre zweite Single See Ya folgte im März 2000 und war mit Platz sechs ein noch größerer Triumph. Nach diesem kommerziellen Achtungserfolg gaben sie im Verlauf des Jahres in Asien ihr Tournee-Debüt und veröffentlichten eine Coverversion des 1962er-Little-Eva-Klassikers The Locomotion für den im selben Jahr erschienenen britisch-US-amerikanischen Fantasy-Kinderfilm Thomas, die fantastische Lokomotive.

Atomic Kittens Debütalbum – das ebenso den Titel Right Now trägt – wurde am 23. Oktober 2000 im Vereinigten Königreich veröffentlicht. In Europa war dieses bei der ersten Veröffentlichung jedoch erfolglos und erreichte lediglich Platz 39 der britischen Album-Charts. Infolgedessen gab es keine Pläne, sich auf den globalen Markt zu konzentrieren. Ihre Plattenfirma, Innocent Records, zog sogar in Erwägung, sie wegen ihrer begrenzten Errungenschaften fallen zu lassen, ließ sich jedoch überreden, die Band eine weitere Single-Auskopplung veröffentlichen zu lassen.

2001: Wendepunkt, internationaler Durchbruch, Katonas erster Austritt und Frosts Einstieg

Atomic Kitten startete Anfang 2001 einen neuen Versuch mit der Single Whole Again. In diesem Moment nahm ihre Karriere eine 360-Grad-Wendung, denn mit dieser Mega-Single landeten sie ihren ersten Nummer-eins-Hit in der Heimat. Im Frühjahr 2001 gelang dann auch in Deutschland und Österreich der Durchbruch, wo sie sich sogar sechs Wochen lang an der Spitze halten konnte.

Whole Again ist mit über 1,1 Millionen abgesetzter Einheiten die erfolgreichste Veröffentlichung ihrer Karriere, stellt ihren Signatur-Song dar, wurde zweifach für den Ivor Novello Award – einem britischen Preis für Songwriter und Komponisten – nominiert und 2008 von ihren Gründervätern gecovert.

Katona war ursprünglich im Song und dem Video zu Whole Again enthalten – ihr Gesang war ebenso in Hippy und Get Real zu hören –, aber einige Tage vor der Single-Veröffentlichung verließ sie die Band aufgrund ihrer Schwangerschaft. Das frühere Precious-Mitglied Jenny Frost ersetzte sie im Line-Up und das Video zur Single wurde neu gedreht; ebenfalls wurde eine höher budgetierte US-Version des Videos – die in den Straßen von Downtown Los Angeles gedreht wurde – veröffentlicht. Der Katona-Frost-Wechsel führte zur Entscheidung, ihr Debüt-Album teilweise neu aufzunehmen und abermals zu veröffentlichen, welches dann im August 2001 in Großbritannien auf Platz eins landete, dort mit Doppelplatin ausgezeichnet wurde und in zahlreichen europäischen Staaten – darunter Deutschland – die Top-Ten erreichte. Im Vergleich zu späteren Alben erhielt es recht positive Rezensionen, hauptsächlich für die Wiederbelebung von Stilelementen des New Wave aus den 1980er Jahren. Erfolgreichste Single-Auskopplung neben Whole Again war daher auch das 1989er-Bangles-Cover Eternal Flame. In der Heimat erlangten sie damit ihren zweiten Nummer-eins-Hit. Die dritte Single You Are erreichte jedoch mit Platz 61 keine nennenswerte Chart-Platzierung in Deutschland.

2002: Karrierehöhepunkt, Trennung von ihren Gründern und Feels So Good

Im April 2002 gab Hamilton ihre erste Schwangerschaft bekannt, trat trotzdem im Video zu The Tide Is High (Get the Feeling) und der 2002er-Tour auf und brachte schließlich am 24. August 2002 einen Sohn zur Welt.

Am 3. Juni 2002 traten Atomic Kitten beim Großkonzert Party at the Palace auf, das zu Ehren des 50. Thronjubiläums von Elisabeth II. im Garten des Buckingham Palace abgehalten wurde. Sie sangen – komplett in weiß gekleidet – den Song Dancing in the Street und zusammen mit dem US-Musiker Brian Wilson sowie dem Spice-Girls-Mitglied Emma Bunton den Song Good Vibrations.

Nach dem Erfolg des Right Now-Relaunch wurde das zweite Studioalbum Feels So Good aufgenommen. Die Songwriting- und Produktionsvereinbarung mit McCluskey und Kershaw stellte jedoch eine zunehmende Spannungsquelle innerhalb der Gruppe dar, wodurch sich Atomic Kitten während der Albumaufnahme Mitte 2002 schlussendlich von dem Duo trennte. McCluskey sprach von Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und der Plattenfirma, deren „Formel“ nach immer mehr "Whole Again" verlangte. Er wurde im Wesentlichen entlassen und ihm wurde gesetzlich verboten, die Band zu kontaktieren. Nach diesem unrühmlichen Zwist stieg er aus dem Zitat „sehr schmutzigen“ Geschäft des „fabrizierten Pop“ aus. Die Trennung von ihren beiden Schöpfern tat dem Erfolg von Atomic Kitten jedoch keinen Abbruch; so wirkten die Bandmitgliederinnen nun zunehmend bei der Komposition ihrer eigenen Songs mit.

Im September 2002 erschien schließlich Feels So Good, das erste vollständige Originalalbum mit Bandmitglied Frost. Die erfolgreichste Single-Auskopplung war eine Neuauflage des 1967er-Reggaeklassikers The Tide Is High der Paragons, den sie unter dem Titel The Tide Is High (Get the Feeling) veröffentlichten. Der Song stürmte nach Whole Again und Eternal Flame abermals die britischen, deutschen und ozeanischen Charts.

2003: Fernost-Tournee, US-Marketing und Ladies Night

Im Januar und Februar 2003 tourte Atomic Kitten durch Südostasien, wo sie unter anderem in Singapur, Thailand und Südkorea auftraten.

Im April 2003 veröffentlichte Atomic Kitten das nur für den US-Markt vorgesehene, selbstbetitelte Kompilationsalbum Atomic Kitten. Dieses enthielt Songs aus den ersten beiden Studioalben, erreichte aber nur Platz 102 der US-Billboard Charts, obwohl The Tide Is High (Get the Feeling) auf dem Soundtrack-Album des von Walt Disney Pictures produzierten US-Teen-Comedyfilms Popstar auf Umwegen (2003) erschien. Aufgrund dessen fokussierten sie sich fortwährend ausschließlich auf den europäischen, asiatischen, ozeanischen und südafrikanischen Markt.

Bevor Atomic Kitten ihr drittes Studioalbum aufnahm, sprach Kool & the Gang die Band auf eine Zusammenarbeit für ihr Duettalbum The Hits: Reloaded an. Sie wollten eine aktualisierte Version ihres Hits Ladies Night aufnehmen und suchten nach einer Girlgroup, die dafür den Text singen sollte. Atomic Kitten gefiel die Idee und sie erkundigten sich, ob sie es für ihr nächstes Album verwenden könnten, das später zu Ehren dieser Zusammenarbeit Ladies Night getauft wurde. Atomic Kitten verbrachte somit Ende 2002 und Anfang 2003 im Studio, um ihr bisher letztes Studioalbum aufzunehmen. Bis hierhin stützten sie sich hauptsächlich auf Songwriter*innen, obwohl sie gelegentlich Songs mitgeschrieben hatten, die auf ihren Alben zu hören waren. Während der Albumaufnahmen beschlossen sie, an der Entstehung von acht der fünfzehn Songs direkt beteiligt zu sein. Ladies Night wurde am 10. November 2003 veröffentlicht, erreichte den fünften Platz in den britischen Albumcharts und wurde mit Platin für mehr als 300.000 verkaufte Exemplare ausgezeichnet. Es erhielt jedoch auch zum Teil vernichtende Rezensionen, nicht zuletzt, weil sie sich dem Mainstream-Pop immer weiter annäherten, vom alten Stil etwas abgekommen waren und mit dem Titelsong abermals eine Coverversion hervorbrachten. Mit den weiteren Singleauskopplungen If You Come to Me und Someone like Me gelang ihnen in der Heimat weitere Top-Ten-Erfolge.

2004: Promotion-Tournee, Greatest-Hits-Album und Auszeit

Anfang 2004 fand eine Tournee zum Support von Ladies Night und der bevorstehenden Veröffentlichung ihres Kompilationsalbums The Greatest Hits statt. Kurz vor Tourstart kündigte Atomic Kitten an, nach dessen Abschluss eine längere Pause einzulegen. Der Grund hierfür war Hamiltons Entschluss, Atomic Kitten zu verlassen, da sie nach der Geburt ihres Sohnes eine postpartale Depression erlitt, demzufolge mehr Zeit für ihn haben wollte und somit mit dem Druck als junge Mutter touren zu müssen überfordert war, was letztendlich zur vorläufigen Trennung der Band führte, da McClarnon und Frost Hamilton nicht ersetzen wollten.

Atomic Kitten veröffentlichte als eine Art „Abschiedsgeschenk“ für ihre Fans im März 2004 die Doppel-A-Single Someone like Me / Right Now 2004 sowie im darauffolgenden Monat schließlich ihr Greatest-Hits-Album.

2005–2008: Kurze Wiedervereinigungen für Charity-Projekte

Am Valentinstag 2005 kam es jedoch bereits zu einer kurzen Reunion im Rahmen der neu eingesungenen Charity-Single Cradle 2005. Diese war eine Neuauflage des gleichnamigen Songs aus ihrem Debüt-Album, verkaufte sich weltweit 35.000-mal und der gesamte Erlös ging an die Organisation World Vision. 2005 waren sie mit ihrer Single (I Wanna Be) Like Other Girls auf dem Soundtrack-Album des von den Walt Disney Studios produzierten US-Zeichentrickfilms Mulan 2 vertreten. Am 28. August 2005 traten sie in Krakau anlässlich des Coca-Cola SoundWave Festivals auf. Ebenfalls 2005 wurden die beiden Kompilationsalben The Collection und Access All Areas: Remixed and B-Sides veröffentlicht.

Am 16. Juni 2006 kam ein Cover des 1990er-Farm-Hits All Together Now mit dem Titel All Together Now (Strong Together) auf den Markt. Der Song wurde im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland mit WM-Maskottchen Goleo VI aufgenommen, jedoch nur im deutschsprachigen Raum veröffentlicht. In Deutschland wurde damit die Top 20 erreicht und der gesamte Erlös ging an die Organisation SOS-Kinderdorf. Am 31. Dezember 2006 traten sie in Hongkong anlässlich des Nokia New Year's Eve Music Festivals auf.

2007 wurde das Kompilationsalbum Essential veröffentlicht.

Am 19. Januar 2008 kam es zu einer erneut kurzlebigen Reunion. Atomic Kitten sang den Cilla-Black-Klassiker Anyone Who Had a Heart und die Songs Whole Again sowie The Tide Is High (Get the Feeling) in der damals neu errichteten Liverpooler Echo Arena. Anlass dieses vom Number One Project organisierten Konzerts waren die Festivitäten Liverpools als Kulturhauptstadt Europas 2008 sowie der Fakt, dass Liverpooler Künstler bis dato 56 Nummer-eins-Hits in den britischen Singlecharts verbuchen konnten und die drittgrößte englische Stadt am Mersey somit das Epizentrum des weltweiten Pops darstellt. Am 12. Juli 2008 traten sie beim King’s-Lynn-Festival auf.

2012: Reunionspläne und diesbezüglichen Frost-Katona-Clinch

Im Februar 2012 wurde das Kompilationsalbum The Essential Collection veröffentlicht, welches ihre größten Hits – darunter auch Remixe und B-Seiten – enthält; eine Chart-Platzierung blieb jedoch aus.

Am 4. März 2012 gab Hamilton dem britischen Boulevardblatt Daily Star ein Interview, indem sie die Reunion Atomic Kittens bekannt gab. Nach ihrer Aussage waren einige Konzerte im Sommer 2012 geplant. Außerdem erwähnte sie die Hoffnung, am Diamond Jubilee Concert teilzunehmen, einem Großkonzert der BBC, das zu Ehren des 60. Thronjubiläums von Elisabeth II. am 4. Juni 2012 vor dem Buckingham Palace stattfand. Zu einem möglichen neuen Album äußerte sie sich nicht. Zwischenzeitlich wurden auch Spekulationen laut, nach denen Atomic Kitten das Vereinigte Königreich beim Eurovision Song Contest 2012 in Aserbaidschan vertreten würde, was sie jedoch dementierten. Am 3. April 2012 wurde berichtet, dass sich Frost nicht an der Reunion beteiligen wolle, falls Katona ebenfalls zur Besetzung gehören würde. Daraufhin wurde am 9. April 2012 davon berichtet, dass Hamilton eine Reunion ausschließe, solange die Frost-Katona-Differenzen bestehen blieben. In einem am 1. Mai 2012 erschienenen Bericht in der Daily Mail dementierte Frost jegliche Reunionspläne.

2013: Reunion des zweiten Line-Ups für die Fernsehdoku The Big Reunion

Schließlich kam es dennoch Anfang 2013 in der vom britischen Fernsehsender ITV2 ausgestrahlten Dokumentation The Big Reunion zur Wiedervereinigung. Die Entscheidung dazu fiel am 18. Oktober 2012, wobei sich Frost aufgrund ihrer Schwangerschaft nicht daran beteiligte und stattdessen Katona in die Band zurückkehrte. Die Show – in der Atomic Kitten gemeinsam mit den ebenfalls wiedervereinigten Pop-Bands 911, Blue, B*Witched, Five, Honeyz und Liberty X auftrat – beschäftigte sich mit der Frage, was aus den Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre erfolgreichen Bands wurde. So begleitete man diese dokumentarisch bei den Vorbereitungen für ihr großes Comeback-Konzert am 26. Februar 2013 im Londoner Hammersmith Apollo. Da dieses jedoch bereits nach Minuten ausverkauft war, wurde spekuliert, ob wegen der hohen Nachfrage die Show zu einer vollständigen Arena-Tournee durchs Vereinigte Königreich ausgeweitet werden könnte. Dies wurde am 11. Februar 2013 bestätigt und auf den 3. bis 14. Mai 2013 terminiert. Die Bands gaben später zudem bekannt, dass die Tournee auf zwei weitere Konzerte Mitte Mai 2013 in Dublin und Belfast erweitert wurde, womit diese letztendlich 14 Termine umfasste. Vom 11. bis 15. Dezember 2013 traten die Bands bei der Big Reunion Christmas Party Tour bei fünf weiteren Konzerten innerhalb Englands auf.

Am 17. Februar 2013 trat Atomic Kitten in der britischen Talkshow The Alan Titchmarsh Show auf, wobei Katona bekannt gab, dass die Band einen Vertrag zur Veröffentlichung eines eigenen Parfüms unterschrieben habe. Hamilton gab zudem bekannt, dass sie an einer Comeback-Single arbeiten und die Möglichkeit eines neuen Albums bestehe. Am 28. März 2013 äußerte Hamilton, dass Frost jederzeit für ein Comeback willkommen wäre.

2014–2015: Planungen für ein neues Studioalbum und gecancelte Welttournee

Im November 2014 gab Katona bekannt, dass Atomic Kitten 2015 ein neues Album veröffentlichen werde, das ihren ursprünglichen „kitschigen Pop-Sound“ wiederauflebt und welches sie „um die Welt“ touren werden. Die geplante Atomic-Kitten-Welttournee namens 15: The Greatest Hits Tour wurde Mitte Mai 2015 jedoch ohne Angabe von Gründen gecancelt.

Im November 2015 wurde das Kompilationsalbum Whole Again: The Best Of veröffentlicht, wobei eine Chart-Platzierung ausblieb.

2016–2017: Temporärer Einsprung Heatons, Down-Under-Tournee und Katonas endgültiger Ausstieg

Im August 2016 bestätigte das Liberty-X-Mitglied Michelle Heaton, dass sie sich Atomic Kitten als temporäres Mitglied anschließt, um bei internationalen Auftritten mit Langstreckenflügen für McClarnon einzuspringen, da diese unter Flugangst leidet.

Atomic Kitten tourte im Februar 2017 zusammen mit B*Witched, East 17, Liberty X und S Club 3 durch Australien und Neuseeland, wobei Heaton für McClarnon einsprang.

Im November 2017 gab Katona ihren endgültigen Ausstieg aus Atomic Kitten bekannt. Im Vorfeld hatte sie bei einem Dragqueen-Contest in einem Nachtclub in Manchester Hamilton abfällig beleidigt.

Seit 2018: Duo-Line-Up: McClarnon und Hamilton

Nach Katonas Ausscheiden führen McClarnon und Hamilton Atomic Kitten nun als Duo weiter.

Am 29. Juli 2018 traten sie auf dem South Tyneside Festival in der Hafenstadt South Shields und am 23. Februar 2019 bei einem 90er-Revival-Festival im Berliner Velodrom auf.

Am 10. Juni 2020 nahmen Hamilton, McClarnon und hierfür auch Frost an einem Online-Interview als Teil der Life Stories – The Interview Series teil, welches von der Therapeutin Lisa Johnson und Hamilton selbst moderiert wurde. Die Band diskutierte über ihre gemeinsame Zeit und die Auswirkungen, die die Mitgliedschaft in einer Girlgroup auf ihre individuelle psychische Gesundheit hatte.

Quelle: Wikipedia.org