Britney Spears

Britney Jean Spears (* 2. Dezember 1981 in McComb, Mississippi) ist eine US-amerikanische Popsängerin, Songwriterin, Tänzerin und Schauspielerin.

Insbesondere ihre ersten beiden Alben ...Baby One More Time (1999) und Oops!... I Did It Again (2000) waren große internationale Erfolge, die beide in kurzer Zeit zu den weltweit meistverkauften Musikalben wurden, Britney Spears – als Teenager – zum Inbegriff der Princess of Pop werden ließ und in der Musikgeschichte zum Revival des Teen Pop führte. Britney Spears ist – gemessen an den Verkäufen – die erfolgreichste Musikerin der 2000er-Jahre.

Spears übernahm für ihre nächsten beiden Studioalben, Britney (2001) und In the Zone (2003), reifere und provokantere Themen und Ästhetiken und gab mit Crossroads im Jahr 2002 ihr Spielfilmdebüt in einer Hauptrolle. Sie wurde ausführende Produzentin ihres fünften Studioalbums Blackout (2007), das von Kritikern als ihre beste Arbeit bezeichnet wird. Aufgrund einer Reihe von öffentlich bekannt gewordenen persönlichen Konflikten wurde Spears Anfang 2008 unfreiwillig in Vormundschaft genommen. Es folgten die Alben Circus (2008) und Femme Fatale (2011); Letzteres wurde zur Vorlage ihrer 79 Auftritte umfassenden Femme Fatale Tour. Von 2013 bis 2017 hielt sie in Las Vegas mit Britney: Piece of Me eine Dauershow ab, für die sie 248 mal auftrat. In jenem Zeitraum veröffentlichte sie die Alben Britney Jean (2013) und Glory (2016).

Spears erhielt im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Preise, darunter einen Grammy, einen Echo, sieben Billboard Music Awards, sechs MTV Video Music Awards, acht MTV Europe Music Awards, drei World Music Awards, dreizehn Guinness World Records und einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Für ihr Lebenswerk wurde sie bei den MTV Video Music Awards 2011 mit dem Michael Jackson Video Vanguard Award und bei den Billboard Music Awards 2016 mit dem Billboard Millennium Award geehrt.

Sie gehört mit mehr als 100 Millionen verkauften Tonträgern (davon über 70 Millionen ausschließlich in den USA) zu den erfolgreichsten Künstlern aller Zeiten. In den USA rangiert sie in der Rangliste der weiblichen Interpreten mit den meisten Albumverkäufen auf Platz acht. Auch in Deutschland ist sie eine der erfolgreichsten Sängerinnen. Ihre zertifizierten Verkäufe belaufen sich auf 5,05 Millionen Einheiten, damit ist sie auf Platz 8 der weiblichen Musiker mit den meistverkauften Einheiten in Deutschland. Mit 34 Singles hielt sie sich insgesamt 435 Wochen und mit 10 Alben 256 Wochen in den deutschen Single-Charts.

Im Jahr 2004 startete Spears eine Parfümmarke mit dem Unternehmen Elizabeth Arden Inc.: Der Umsatz lag mit über eine Million verkaufter Artikel (Stand 2012) bei 1,5 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2012 war sie mit einem Jahreseinkommen von 58 Millionen US-Dollar laut Forbes die bestbezahlte Frau im Musikgeschäft.

Seit 2019 befindet sich Spears wegen der im Jahr 2008 über sie verhängten Vormundschaft in einem Rechtsstreit um ihre Selbstbestimmung.

Leben

Spears wurde 1981 in McComb in Mississippi als Tochter von Lynne Irene und James Parnell Spears geboren; sie wuchs in Kentwood auf. Ihre Großmutter mütterlicherseits, Lillian Portell, stammt aus London. Spears hat einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester, Jamie Lynn.

Bis 1998: Karriereanfang und Entdeckung

Bereits im Alter von drei Jahren begann Spears mit Tanzstunden in ihrer Heimatstadt Kentwood. Während ihrer Kindheit erhielt sie auch Gymnastik- und Gesangsunterricht und gewann viele Wettbewerbe und Kindertalentshows. Im Alter von acht Jahren reisten Spears und ihre Mutter nach Atlanta zu einem Vorsprechen für den in den 1990er Jahren wiederbelebten Mickey Mouse Club. Castingdirektor Matt Casella lehnte Spears ab, weil sie zu jung war, stellte sie aber Nancy Carson vor, einer Talentsucherin in New York City. Carson war von Spears’ Gesang beeindruckt und schlug ihr die Einschreibung auf der Professional Performing School of Arts vor. Kurz darauf zog Spears mit ihrer Mutter in eine kleine Wohnung in New York.

Spears wurde für ihre erste professionelle Rolle als Zweitbesetzung für die Hauptrolle von Tina Dänemark in der Off-Broadway-Musical-Produktion Ruthless! engagiert. Sie nahm auch als Kandidatin an der Castingshow Star Search teil und spielte in mehreren Werbespots mit. Im Dezember 1992 wurde sie Mitglied des Mickey Mouse Club. Dort spielte sie unter anderem mit Justin Timberlake (mit dem sie von 1998 bis 2002 eine Beziehung führte), Christina Aguilera und Ryan Gosling. Nachdem die Show abgesetzt wurde, kehrte sie mit ihrer Mutter nach Kentwood zurück.

Im Juni 1997 war Spears im Gespräch mit dem Manager Lou Pearlman, um der Popgruppe Innosense beizutreten. Ihre Mutter bat den Medienanwalt Larry Rudolph um Rat. Dieser beschloss, mit Spears einige Demo-Tapes aufzunehmen. Spears reiste wieder nach New York, um vier Plattenfirmen ihre Aufnahmen vorzuspielen, wurde aber bei allen abgelehnt. Zwei Wochen später rief der Senior President von Jive Records bei Larry Rudolph an und organisierte ein Treffen mit den Managern von Jive Records. Vor diesen sang Spears den Song I Have Nothing von Whitney Houston. Sie beschlossen, dass der Produzent Eric Foster White einige Songs mit Spears aufnehmen solle. Anschließend bestellte der Präsident Clive Calder ein komplettes Album. Spears flog nach Stockholm, wo die Hälfte des Albums von März bis April 1998 mit den Produzenten Max Martin, Denniz Pop, Rami Yacoub und anderen aufgenommen wurde.

1999: Erfolgreiches Debüt

1999 erschien Spears’ Debütalbum … Baby One More Time, das auf Anhieb Platz 1 in den US-Billboard-Charts erreichte und sich auch in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Australien, Kanada sowie Mexiko auf Rang 1 der jeweiligen Albumcharts platzieren konnte. Es verkaufte sich bislang weltweit über 28 Millionen Mal. Die gleichnamige Single war ein Nummer-1-Hit in über vierzig Ländern. Die nachfolgenden Auskopplungen, Sometimes, (You Drive Me) Crazy (The Stop! Remix) und in Europa Born to Make You Happy waren ebenfalls kommerziell sehr erfolgreich.

Bei den ersten Teen Choice Awards im August 1999 gewann Spears mit … Baby One More Time den Choice Single of the Year Award.

Bei den MTV Europe Music Awards 1999 gewann Spears in allen vier nominierten Kategorien, Best Song für … Baby One More Time, Best Pop, Best Female und Best New Act. Bis 2011 konnte Spears als einzige Künstlerin sieben dieser Auszeichnungen gewinnen.

2000–2002: Aufbau der internationalen Karriere

Das nächste Album Oops! … I Did It Again, das im Jahr 2000 veröffentlicht wurde, war mit 20 Millionen verkauften Einheiten ein ähnlich großer Erfolg wie das Debütalbum. Die Singleauskopplungen des zweiten Albums erreichten wieder hohe Chartplatzierungen. Mit der zweiten Single Lucky landete Spears in Deutschland ihren zweiten Nummer-1-Hit.

Ihr drittes Album Britney aus dem Jahr 2001 erreichte zwar ebenfalls Platz 1 in den Billboard Charts und in zahlreichen anderen Ländern (u. a. Deutschland), wurde jedoch nicht mehr so oft verkauft wie seine Vorgänger. Anders als bei den ersten beiden Alben arbeitete Spears bei Britney mit unterschiedlicheren Produzenten zusammen. Neben Sängerin und Songschreiberin Dido und dem schwedischen Produzenten und Komponisten Max Martin schrieb und produzierte das Hip-Hop-Duo The Neptunes, bestehend aus Chad Hugo und Pharrell Williams, zwei Lieder des Albums, I’m a Slave 4 U und Boys. Beide Lieder wurden als Singles veröffentlicht. Letzteres wurde jedoch in einer neuen Version mit Pharrell Williams erneut aufgenommen und erschien unter dem Titel Boys (CO-ED Remix). Auf Britney waren erstmals neben Pop- auch Rock-, R&B- sowie Hip-Hop-Elemente zu hören. Nach diesem Album beendete Spears ihre Zusammenarbeit mit Max Martin. Im selben Jahr trat Britney Spears anlässlich des 30-jährigen Bühnenjubiläums von Michael Jackson im Madison Square Garden in New York auf und sang mit ihm gemeinsam dessen Song The Way You Make Me Feel.

Ihr Film Crossroads spielte weltweit etwa 60 Millionen Dollar ein. Sowohl der Film als auch sein Drehbuch wurden für die Goldene Himbeere nominiert. Spears wurde mit ihrem Filmpartner Anson Mount als schlechtestes Leinwandpaar sowie als schlechteste Schauspielerin des Jahres nominiert und gewann die Himbeere als schlechteste Schauspielerin.

2003–2004: Imagewechsel und neuer Sound

Bei den MTV Video Music Awards im August 2003 sorgte ein Kuss zwischen Madonna und Spears während eines gemeinsamen Bühnenauftritts für Schlagzeilen. Im November 2003 erschien Spears’ viertes Album In the Zone. Stilistisch unterscheidet sich das Album stark von seinen Vorgängern und ist eine Mischung von R&B, Hip-Hop und Dance-Pop. Als erste Single wurde Me Against the Music, eine Zusammenarbeit mit Madonna, ausgekoppelt. Besonders in Australien und in Großbritannien entwickelte sich das Lied zu einem Erfolg und kam auf Platz eins der Charts, erreichte aber auch in vielen anderen Ländern hohe Chartpositionen. Die erfolgreichste Single aus dem vierten Album wurde die zweite Auskopplung Toxic. Der Titel erreichte ebenfalls in zahlreichen Ländern den ersten Platz, und Spears erhielt für den Song ihren ersten Grammy in der Kategorie Best Dance Recording. Auch die nächste Single Everytime, eine von Spears geschriebene Ballade, wurde kommerziell erfolgreich und erreichte in zahlreichen Ländern den ersten Platz.

Am 3. Januar 2004 heiratete Spears in Las Vegas ihren Jugendfreund Jason Alexander. Die Ehe wurde nach 55 Stunden annulliert. Am 18. September 2004 heiratete Spears in Los Angeles den Tänzer Kevin Federline. Am 14. September 2005 wurde in Santa Monica der erste gemeinsame Sohn geboren, der zweite kam am 12. September 2006 in Los Angeles zur Welt. Die Ehe wurde im Juli 2007 geschieden.

Im November 2004 erschien Spears erstes Greatest-Hits-Album mit dem Titel Greatest Hits: My Prerogative. Neben den größten Hits enthält das Album zwei neue Lieder, My Prerogative, ein Cover des gleichnamigen Songs von Bobby Brown aus dem Jahr 1988 und Do Somethin’.

2005–2008: Eskapaden und Skandale

Spears sorgte für Schlagzeilen, als sie sich 2007 nach dem Scheitern ihrer Ehe den Kopf kahl rasieren und im Nacken und am rechten Unterarm tätowieren ließ. Im Februar 2007 begab sich Britney Spears in das auf Suchttherapien spezialisierte Rehabilitationszentrum Promises in Malibu (Kalifornien), das sie jedoch bereits nach einem Tag wieder verließ.

Im Oktober 2007 wurde Kevin Federline das alleinige Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder zugesprochen, das Gericht erteilte Spears ein Besuchsrecht unter Aufsicht. Im Januar 2008 wurde Spears in einem Krankenwagen in eine Klinik eingeliefert. Sie hatte sich zuvor mit ihren Kindern in ihrer Villa in Los Angeles verbarrikadiert und wurde von der Polizei belagert. Feuerwehr, Polizei- und Krankenwagen waren vor Ort, nachdem ein Notruf eingegangen war, in dem es „um einen Sorgerechtsstreit ging, den wir friedlich zu lösen versuchen“, so ein Beamter. Nach Stunden wurde sie auf einer Trage aus der Villa geholt. Am 4. Januar 2008 wurde Spears gerichtlich mit vorläufiger Wirkung bis zum 14. Januar, also bis zur nächsten Verhandlung, das Besuchsrecht für ihre Kinder entzogen. Am 31. Januar 2008 wurde Spears in das UCLA Medical Center zwangseingewiesen, da sie eine „Gefahr für sich und andere“ darstelle. Sie leide unter Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen.

Auf Grund eines Eilantrags ihrer Eltern wurde Spears am 1. Februar 2008 in Los Angeles entmündigt. Ihr Vater wurde vom Gericht als Vormund eingesetzt und verwaltet seitdem gemeinsam mit einem Anwalt treuhänderisch das Vermögen der Multimillionärin.

2007–2008: Musikalische Rückkehr

Die erste Single aus Spears’ nächstem Album trug den Titel Gimme More. Produziert wurde der Song von Nate „Danja“ Hills. Am 9. September trat Spears mit Gimme More bei den MTV Video Music Awards 2007 auf. Für ihren teils ungelenk wirkenden Auftritt wurde sie vielfach mit Häme bedacht; vielen Beobachtern schien Spears einen Tiefpunkt erreicht zu haben.

Das Album Blackout erschien im Oktober 2007. Ein Sprecher der Plattenfirma erklärte die Bedeutung des Titels: Negative Gefühle und Erinnerungen sollten „ausgeschaltet“ werden, man solle sich ausschließlich auf die Musik konzentrieren. Das Album erhielt überraschend positive Kritiken, so bezeichnet die International Herald Tribune Blackout als das beste Album ihrer Karriere. Piece of Me wurde als zweite Single nach Gimme More ausgekoppelt und war kommerziell erfolgreich. Als dritte Singleauskopplung folgte Break the Ice. Die Single konnte jedoch aufgrund gänzlich fehlender Promotion nicht an den Erfolg der beiden Vorgängersingles anknüpfen und erreichte weltweit in den Charts Platzierungen im Mittelfeld.

2008–2009: Neubeginn mit Circus

2008 stellte Spears ihren ersten Manager Larry Rudolph wieder ein und arbeitete seit Mai des Jahres an ihrem nächsten Album, unter anderem wieder mit Max Martin sowie mit Dr. Luke, Lady Gaga und The Outsyders. Im September 2008 eröffnete Spears mit einem Video-Einspieler und einer kurzen Ansprache die MTV Video Music Awards 2008. Sie setzte sich in allen drei nominierten Kategorien durch und gewann Best Female Video, Best Pop Video und Video of the Year, die wichtigste Kategorie der VMAs, mit dem Video zur Single Piece of Me. Es waren ihre ersten MTV-Video-Music-Auszeichnungen. Im Gegensatz zum Vorjahr erhielt Spears von der Presse überwiegend positive Kritik für ihr Outfit und ihr Auftreten.

Am 2. Dezember 2008 wurde Spears’ sechstes Studioalbum Circus veröffentlicht. Die erste Singleauskopplung war Womanizer. Das Video zur Single war im September 2008 in Los Angeles gedreht worden, Regie hatte Joseph Kahn geführt, der bereits für die Clips zu Stronger und Toxic verantwortlich gewesen war. Nach der Debütsingle … Baby One More Time war dies der zweite Nummer-1-Hit der Sängerin in den USA. Auch Circus stieg auf Platz 1 der US-Album-Charts ein. Des Weiteren konnte auch die zum Album gleichnamige zweite Singleauskopplung Circus auf Position 3 der US-Hot-100 debütieren. Zur selben Zeit platzierte sich der Nummer-1-Hit Womanizer auf 10 – somit befanden sich für mehrere Wochen zum ersten Mal in Spears’ Karriere zwei ihrer Songs in den Top Ten der US-Single-Charts.

Ab 2009 war Spears mit Jason Trawick liiert, mit dem sie sich verlobte. Im Jahr 2013 gab sie die Trennung bekannt.

Im März 2009 startete Spears ihre The Circus Starring: Britney Spears-Tour in New Orleans vor knapp 20.000 Zuschauern, welche im November desselben Jahres endete. Es war das erste abendfüllende Konzert von Spears seit 2004. If U Seek Amy erschien als dritte Single aus Circus, konnte jedoch nicht an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen. Trotzdem konnte die Single über eine Million Mal in den USA abgesetzt werden und wurde mit Platin ausgezeichnet. Schließlich erschien Radar als vierte und letzte Auskopplung aus dem Album. Es erreichte in den USA Platz 88 der Singlecharts. Am 22. November 2009 folgte die Kompilation The Singles Collection, die auf Platz 22 in den USA einstieg.

2011–2012: Femme Fatale

Am 10. Januar 2011 wurde die Single Hold It Against Me veröffentlicht. Der Song verkaufte sich mehr als eine Million Mal und wurde mit Platin ausgezeichnet. Im März 2011 folgte Till the World Ends; der Song wurde u. a. von der Sängerin Kesha geschrieben. Das Album Femme Fatale, welches am 25. März 2011 erschien, wurde unter anderem von will.i.am, Dr. Luke, Max Martin und auch Darkchild produziert. Das Album belegte Platz 1 der Billboard-Charts und konnte sich in zahlreichen Ländern in den Top Ten platzieren.

Am 16. Juni 2011 startete in Sacramento die Femme Fatale Tour, die 79 Auftritte umfasste, davon 39 in Nordamerika, 26 in Europa, 13 in Mittel- und Südamerika und erstmals ein Konzert in Dubai. Bei den MTV Video Music Awards, die am 28. August 2011 stattfanden, wurde Spears für ihre Single Till the World Ends in den Kategorien Best Choreography und Best Pop Video nominiert. Die Auszeichnung des Best Pop Videos gewann sie zum dritten Mal. Zudem wurde Spears mit dem Video Vanguard Award ausgezeichnet. Im Oktober 2011 wurde als vierte Singleauskopplung des Albums Criminal veröffentlicht. Das Musikvideo zum Song wurde von YouTube gesperrt, da es aufgrund der Nackt- und Gewaltszenen gegen die Richtlinien der Plattform verstoße.

Am 10. Mai 2012 wurde bekanntgegeben, dass Spears bei der amerikanischen X-Factor-Ausgabe in der Jury sitzt. Am 11. September 2012 durfte Spears vor dem Grauman’s Chinese Theatre zusammen mit den anderen Juroren Simon Cowell, L.A. Reid und Demi Lovato ihre Hände in Zement drücken.

Im Dezember 2012 wurde Scream & Shout, eine Zusammenarbeit von Spears und will.i.am veröffentlicht. Der Song wurde in den USA mit 3-Fach-Platin ausgezeichnet und war Spears’ 13. Top-10-Hit in den US-Charts.

2013–2015: Britney Jean und Piece of Me Tour

Im Juni 2013 steuerte Spears das Lied Ooh La La zum Soundtrack des Kinofilms Die Schlümpfe 2 bei. Im September 2013 wurde die Leadsingle Work Bitch aus ihrem achten Studioalbum Britney Jean veröffentlicht. Das Album erschien Ende November und konnte trotz zahlreicher guter Positionen in den Downloadcharts nicht an die Erfolge von Femme Fatale anknüpfen. Es erreichte Platz 20 der deutschen Albumcharts und ist damit ihr erster Longplayer, der in Deutschland nicht die Top 10 erreichte. In England erreichte die Platte den 34. Platz der Albumcharts, in den USA Platz 4.

Am 26. Dezember 2013 startete im Planet Hollywood Resort and Casino in Las Vegas die Show Britney: Piece of Me. Die VIP-Tickets waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Laut der Las Vegas Sun bescherte die Show dem Hotel einen Gewinn von 20 Millionen Dollar. Am 5. November 2014 bekam Spears symbolisch den Schlüssel zur Stadt Las Vegas überreicht und ihren eigenen „Feiertag“. Im Januar 2014 erhielt sie ihren ersten People’s Choice Award in der Kategorie Favorite Pop Artist.

Von Oktober 2014 bis Juni 2015 war Britney Spears mit Charles Ebersol zusammen, dem Sohn von Dick Ebersol.

Am 4. Mai 2015 wurde die Single Pretty Girls in Zusammenarbeit mit Iggy Azalea veröffentlicht. Der Song stieg auf Platz 29 der US-amerikanischen Popcharts und wurde bei den Billboard Music Awards 2015 vorgestellt. Das Stück wurde mehrfach für Preise nominiert, darunter für zwei Teen Choice Awards und einen World Music Award.

2016–2018: Glory, Britney: Live in Concert und Piece of Me Exclusive Limited Tour

Am 22. Mai 2016 wurde Spears bei den Billboard Music Awards 2016 mit dem zuvor nur zweimal verliehenen Billboard Millennium Award geehrt. Sie sang zu Beginn der Show ein Medley ihrer größten Hits. Die erste Single des neunten Studioalbums von Spears trägt den Titel Make Me und wurde im Juli 2016 veröffentlicht. Der Song wurde in einer Zusammenarbeit mit dem Musiker G-Eazy aufgenommen. Das Stück platzierte sich in seiner ersten Woche in den Top 20 der amerikanischen Popcharts.

Am 4. September 2016 debütierte Spears Album Glory auf Platz 3 der amerikanischen Popcharts. Das Album erreichte Platz 172 der Billboard-Album-Jahrescharts. Die Musikzeitschrift Rolling Stone benannte am 19. Dezember 2016 die besten 20 Pop-Alben des Jahres, wobei Spears Album Glory den fünften Platz erreichte. Im Januar 2017 wurde Spears vierfach bei den People’s Choice Awards ausgezeichnet und gewann somit in allen nominierten Kategorien, darunter als beste Künstlerin und als bester Popsänger. Von Juli bis Juli 2017 hielt Britney mit Britney: Live in Concert ihre neunte Konzerttour ab. Diese Tour, die aus 11 Auftritten bestand, fand mit Ausnahme eines Auftrittes in Israel, ausschließlich in Asien statt.

Von Juli bis Oktober 2018 folgte mit Piece of Me: Exclusive Limited Tour die zehnte Konzerttour von Britney Spears. Bei der Tour trat Britney insgesamt 31 mal in Nordamerika und Europa auf.

Seit 2019: Disput zur Vormundschaft

Am 4. Januar 2019 kündigte Spears eine "unbefristete Arbeitspause" an und sagte einen Aufenthalt in Las Vegas ab, nachdem ihr Vater Jamie Spears einen Dickdarmbruch erlitten hatte. Im März 2019 trat Andrew Wallet nach 11 Jahren als ihr Vermögensverwalter zurück. Unter Stress durch die Krankheit ihres Vaters stehend, begab sich Spears im selben Monat in psychiatrische Behandlung. Nach der Veröffentlichung eines Podcast mit dem Titel Britney's Gram, in der behauptet wurde, Britney werde unter Vormundschaft stehend gegen ihren Willen in einer Psychiatrie festgehalten, entstand mit dem #FreeBritney eine Bewegung, die von Britneyfans und von Musikern, wie Cher, Paris Hilton und Miley Cyrus sowie der Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union unterstützt wurde. Ende April 2019 ließ Britney die Bewegung wissen, dass sie die psychiatrische Einrichtung verlassen habe und dass es ihr gut gehe. Wegen ihrer Mündelschaft wurde der Hashtag FreeBritney auch in den darauf folgenden Jahren von Prominenten und Fans bei Kommentaren auf Social Media genutzt.

Im Rahmen einer Anhörung wurde im Mai 2019 eine "Expertenbewertung" zur Vormundschaft über Britney abgehalten. Im September 2019 beantragte Spears Ex-Mann Kevin Federline nach einer angeblichen körperlichen Auseinandersetzung zwischen ihrem Vater Jamie und einem von Britneys Söhnen eine einstweilige Verfügung gegen ihren Vater. Jodi Montgomery, eine langjährige Managerin von Spears, ersetzte Spears Vater im September 2019 vorübergehend als Vormund.

Im August 2020 beantragte Britney die Vormundschaft ihres Vaters Jamie Spears zu beenden, Montgomery als dauerhaften Vormund zu ernennen und ihren Vater durch einen professionellen Finanztreuhänder ihres Vermögens zu ersetzen. Im selben Monat entschied ein Gericht entgegen Britneys Wunsch und verlängerte die Vormundschaft ihres Vaters bis mindestens Februar 2021. Daraufhin kündigte Britney an, nicht mehr als Sängerin aufzutreten, solange die Vormundschaft ihres Vaters aufrecht erhalten bleibt. Im November 2020 erlaubte ein Gericht ein Multi Family Office als Finanztreuhänder neben Spears Vater. Im Februar 2021 entschied ein Gericht, dass Britney Spears weiterhin unter Vormundschaft ihres Vaters bleibt. Das Gericht verfügte des Weiteren, dass ihr Vermögen auch weiterhin unter der Aufsicht zweier Rechtssubjekte bleibt.

Quelle: Wikipedia.org