Live Earth

Live Earth war eine weltumspannende Konzertreihe, die nach dem Vorbild von Live Aid und Live 8 am 7. Juli 2007 auf allen sieben Kontinenten insgesamt 24 Stunden lang stattfand. Sie wurde damit zur bis dahin größten Benefiz- und Musikveranstaltung der Geschichte. Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom ehemaligen US-Vizepräsidenten und Umweltaktivisten Al Gore und vom Musikproduzenten Kevin Wall, die damit auf die globale Erwärmung und die von Wall gegründete Klimaschutz-Allianz Save Our Selves (SOS) aufmerksam machen wollten. SOS trat als Dachorganisation der Veranstaltung auf und wollte mit den Erlösen eine Stiftung für den Klimaschutz einrichten. Außerdem sollte die Konzertreihe die Menschen weltweit dazu bringen, den Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid bis zum Jahr 2050 um 90 Prozent zu senken. Der Emmy-Preisträger Wall fungierte, wie schon im Jahr 2005 bei den Live-8-Veranstaltungen, mit seiner Firma Control Room als Produzent.

Die Veranstaltungsorte

Bei den meisten großen Konzerten mussten die Zuschauer Eintritt bezahlen. Nur an der Copacabana und in Washington D.C. gab es kostenlosen Zutritt. Die Konzerte in Kyōto, wo 1997 das nach der Stadt benannte Klimaschutz-Protokoll unterzeichnet wurde, und in der Antarktis waren nicht öffentlich zugänglich.

Außerdem war eine Veranstaltung in Istanbul (Türkei) geplant, die allerdings bereits im Juni mangels Interesse und Sponsoren abgesagt wurde.

Unter dem Motto Friends of Live Earth gab es ebenfalls am 7. Juli über 10.000 kleinere Satellitenveranstaltungen in rund 130 Ländern; vom Konzert bis zum öffentlichen Public Viewing. Dafür stellte Live Earth 22 Stunden lang ein weltweit verbreitetes und werbefreies TV-Signal zur Verfügung.

Quelle: Wikipedia.org