07.12.2021 | Nachrichten 2G unterm Christbaum: Das sind die Regeln

Zwar sinken die Corona-Zahlen wieder leicht - trotzdem bleibt die Lage weiter ernst. Jetzt, wo die Feiertage immer näher kommen, fragen sich viele: Wie wird das Weihnachtsfest? Kann ich noch im Kreise der Familie feiern? Diese Regeln gelten über die Feiertage.

Foto: Federico Gambarini/dpa

Auch in diesem Jahr wird die besinnliche Weihnachtszeit ganz anders ablaufen, als es sich die meisten Menschen gewünscht haben. Weil sich die Corona-Lage im zweiten Jahr der Pandemie weiterhin nicht entspannt, gelten über die Feiertage wieder verschärfte Maßnahmen und Vorschriften. Vor allem die Ungeimpften werden die Auswirkungen deutlich zu spüren bekommen. Ein Überblick:


2G wird zum Standard: Weihnachtsmärkte, Shopping-Touren, Restaurantbesuche

Ganz entspannt durch die Einkaufsstraßen schlendern, noch passende Weihnachtsgeschenke suchen oder ins Restaurant gehen - das geht in diesem Jahr nur unter strengen 2G-Bedingungen. Wer nicht geimpft oder genesen ist, der muss vielerorts draußen bleiben.

Das gilt auch für einen gemeinsamen Besuch an den Feiertagen im Lieblingsrestaurant - ohne einen entsprechenden Nachweis gibt es auch keinen Zutritt.
Und sollten die Infektionszahlen insgesamt weiter steigen, soll es auch die Möglichkeit geben, Gaststätten komplett zu schließen.

Wer noch nicht alle Weihnachtsgeschenke beisammen hat und ungeimpft ist, wird die meisten Geschenke wohl im Internet bestellen müssen. Denn nur Supermärkte, Drogerien und andere Geschäfte des täglichen Bedarfs werden weiterhin für alle geöffnet bleiben.

Spahn rechtfertigt Corona-Beschränkungen für Ungeimpfte:

Die beschlossenen 2G-Regeln, die in der Adventszeiten gelten, hat Noch-Bundesgesundheitsminister Spahn noch einmal gerechtfertigt. Es sei jetzt wichtig Kontakte einzuschränken und sich impfen zu lassen. Und:

"Wären alle erwachsenen Deutschen geimpft, steckten wir nicht in dieser schwierigen Lage."
Bundesgesundheitsminister Spahn
Familienfeiern an Weihnachten

Weihnachten im Jahr 2021 könnte auch einige Familien spalten: Denn Ungeimpfte dürfen an den Feiertagen nur mit dem eigenen Haushalt und bis zu zwei Personen eines weiteren Haushaltes feiern. Selbst dann, wenn Familien zusammenkommen wollen, in der nur eine einzige Person ungeimpft ist. 

Ganz anders ist die Lage, wenn alle innerhalb einer Familie geimpft der genesen sind - dann gelten keine Beschränkungen. Dabei sind Kinder bis zum 14. Lebensjahr von den Regelungen ausgeschlossen. Soweit die bundesweite Regelung. In Bayern wurde die Fassung leicht abgeändert: Dort gilt die Regelung bis zu einem Alter von 12 Jahren und 3 Monaten.

Studie: Ungeimpfte eher bereit zum Corona-Regelbruch an Weihnachten

Ob die Bereitschaft Corona-Regeln zu brechen auch vom Impfstatus abhängen könnte, das legt eine neue Studie der Universität der Bundeswehr in München nahe. Besonders Ungeimpfte sind einer Umfrage demnach bereit, sich über Kontaktbeschränkungen hinwegzusetzen. 

Bei der jährlichen Weihnachtsstudie gaben zwei Drittel der nicht geimpften Befragten an, dass sie sich über coronabedingte Verbote, zumindest teilweise, hinwegsetzen würden. Von den vollständig geimpften Personen zeigten nur 43 Prozent eine Offenheit für Regelbrüche. Im Durchschnitt hatten 47 Prozent der Männer und Frauen eine Bereitschaft zu Regelverstößen erklärt.