21.04.2020 | Bayern Ab 27. April: So soll die Notbetreuung für Kinder ausgeweitet werden, so sieht der Schutz aus

Ab dem 27. April will Bayern die Notbetreuung für Kinder schrittweise ausweiten. Familienministerin Trautner jetzt den Fahrplan vorgestellt.

Foto: Uwe Zucchi/dpa

Die Kinder sind daheim, aber die Eltern müssen arbeiten. So geht es vielen Familien aktuell während der Corona-Krise. "Mir ist bewusst, dass allen Eltern derzeit viel abverlangt wird.", sagte Familienministerin Carolina Trauntner in einer schriftlichen Stellungsnahme. Aus diesem Schritt wird ab dem 27. April die Notfallbetreuung für Kinder in Bayern schrittweise wieder hochgefahren

Bislang waren 12.700 Kinder in Bayern in Notfallbetreuung. Das entspricht einer Quote von rund zwei Prozent der regulär betreuten Kinder. Bislang war die Notfallbetreuung für Kinder von Elternteilen in systemrelevanten Berufen vorgesehen. Jetzt soll die Notfallbetreuung schrittweise wieder ausgweitet werden.

Ab 27. April dürfen dann auch folgende Kinder in die Notfallbetreuung:
  • Kinder von erwerbstätigen Alleinerziehenden (eine Tätigkeit in den systemrelevanten Berufen ist nicht erforderlich)
  • Bei zwei Elternteilen reicht es, wenn ein Elternteil in einem systemrelevanten Sektor beschäftigt ist
  • Kinder in Heilpädagogischen Tagesstätten der Jugendhilfe dürfen wieder kommen, da die Betreuung hier sowieso in kleinen Gruppen stattfindet
  • in Heilpädagogischen Tagesstätten, die eine Eingliederungshilfe für Kindern mit Behinderungen, wird im Einzelfall entschieden
  • Tagespflege jenseits der Notfallbetreuung ist weiterhin nur im Haushalt der Eltern des betreuten Kindes möglich, sofern ausschließlich Kinder aus diesem Haushalt betreut werden

Folgende Schutzmaßnahmen gibt es in den Kita's

Derzeit gibt es keine verpflichtenden staatlichen Vorgaben zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Kindertageseinrichtungen. Den Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen wurde eine Zusammenstellung von Hinweisen zum Schutz von Beschäftigten und Kindern vor einer Infektion zur Verfügung gestellt. Diese enthält unter anderem Empfehlungen zum Einsatz von Beschäftigten, die einer Risikogruppe angehören, aber auch zu den erforderlichen Hygienemaßnahmen wie bspw. zur Notwendigkeit des Einsatzes von Desinfektionsmitteln oder dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Hier kann man diese Infos einsehen