31.07.2020 | Bayern Alkoholverbot in Bayern auf öffentlichen Plätzen: Das ist der aktuelle Stand

Die bayerische Regierung prüft aktuell ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Wir haben zum aktuellen Stand in einigen bayerischen Städten nachgefragt.

Foto: Lukas Barth/dpa

Die bayerische Staatsregierung befürwortet ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Alkoholverbote im öffentlichen Raum sei "der richtige Weg", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) diese Woche dem Münchner Merkur. Mit Alkoholverboten sollen größere Menschenaufsammlungen in der Innenstadt verhindert werden, um weitere Corona-Infektionen zu vermeiden. "Alkohol hat enthemmende Wirkung, die Vernunft lässt nach, die Abstände fallen weg.", sagte die CSU-Politikerin.

Das bayerische Kabinett hat die kreisfreien Städte und Landkreise am Dienstag dazu aufgerufen, ein mögliches Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen zu prüfen. Zur Schutz der allgemeinen Bevölkerung vor Neuinfektionen will das bayerische Kabinett bereits in Kürze den Kommunen notwendige rechtliche Handreichungen geben. 

To-Go Verkauf bereits in einigen Städten verboten

Ein To-Go Verkauf von alkoholischen Getränken ist bereits in einigen bayerischen Innenstädten vorerst verboten. So gibt es in Augsburg bis Ende September nach 24 Uhr ein To-Go-Verkaufsverbot für Alkohol. In Nürnberg gilt dieses Verbot nur am Wochenende. In Bamberg gibt es in der bekannten Kneipenmeile Sandstraße ebenso ein Verkaufsverbot für alkoholische Getränke zum Mitnehmen.

So ist der Stand in den bayerischen Städten:
  • München: Die Polizei München weiß auf ANTENNE BAYERN-Anfrage nichts von einem geplanten Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Grüne und SPD im Münchner Rathaus lehnen diese Maßnahme ab. Die CSU ist noch skeptisch.
  • Augsburg: Nachdem sich an den vergangenen Wochenenden die Maxstraße zum Partyhotspot entwickelt hat, hat die Stadt Augsburg ein To-Go-Verkaufsverbot verhängt. Weitere Schritte werden geprüft.
  • Bamberg: Das Stehbierverbot in Bamberg wurde am Montag bereits verlängert, weil es am Wochenende wieder Probleme mit uneinsichtigen Feiernden gab. Ursprünglich wollte man auf eine Freiwilligkeit setzen, das hat aber nicht geklappt.
  • Regensburg: Auf der Jahninsel und am Grieser Spitz gibt es immer wieder Probleme mit ausgelassenen Partys. Die Stadt denkt über ein Betretungsverbot dieser Zonen nach, wartet weitere Schritte aber noch ab.
  • Amberg: In Amberg ist ab heute der Straßenverkauf von alkoholischen Getränken bis 24 Uhr erlaubt - damit sind die Regelungen hier deutlich lockerer als in anderen bayerischen Städten.