28.07.2020 | Bayern Autobahn, Flughafen und mehr: So wird jetzt in Bayern auf Corona getestet

Die bayerische Regierung hat ihre Corona-Teststrategie massiv erweitert. Das gilt jetzt:

Foto: Matthias Schrader/AP/dpa

Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hat eindringlich vor Nachlässigkeit in der Corona-Krise gewarnt. «Das Virus ist nach wie vor mitten unter uns», sagte Herrmann nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München.

Neuer Ausbruch jederzeit möglich

Die Zahl der Gesamtinfizierten sei in den vergangenen Wochen wieder leicht gestiegen. Aktuell seien 0,009 Prozent der Gesamtbevölkerung infiziert, dies seien schon weniger gewesen. «Ein neuer Ausbruch ist jederzeit möglich.» Deswegen sei es so wichtig, die Strategie der Vorsicht und Umsicht weiter zu verfolgen.

Bayern stellt neue Teststrategie vor

Um die Corona-Pandemie einzudämmen weitet der Freistaat Bayern seine Testkapazitäten weiter aus. Nach dem Corona-Ausbruch auf einen Landwirtschaftshof in Mamming werden Erntehelfer künftig regelmäßig verpflichtend auf das Corona-Virus getestet. Verstößt ein Erntebetrieb gegen die Hygienemaßnahmen drohen Bußgelder von bis zu 25.000 Euro. 

Auch Bewohner in Asylunterkünften sollen künftig regelmäßig getestet werden. Immer wenn Bewohner das Ärztezentrum eines Ankerzentrums aufsuchen oder in andere Unterkünfte verlegt würden, soll es zukünftig Corona-Tests geben.

Verpflichtende Tests für Heimkehrer aus Risikogebieten

Auch die Testmöglichkeiten auf den bayerischen Flughäfen sollen massiv ausgeweitet werden. So gibt es entsprechende Testzentren bereits jetzt an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen. 

Bei Urlaubsrückkehrern aus Risikogebieten sollen die Tests verpflichtend sein. Eine entsprechende Regelung hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereits am Anfang der Woche angekündigt. Diese Maßnahme soll dann spätestens nächste Woche final von der Bundesregierung beschlossen werden.

Gerade am Flughafen lässt sich gut erkennen, woher ein Reisender kommt - ob aus einem Risikoland oder nicht, erläuterte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Auch Urlauber aus Nicht-Risikoländern dürfen sich auf den Flughäfen bei der Rückkehr auf das Corona-Virus testen lassen. Hier sind die Tests aber freiwillig. In beiden Fällen übernimmt der Freistaat Bayern und die Bundesregierung die Kosten für den Test.

Auch Urlauber mit dem Auto oder dem Zug können getestet werden

An den bayerischen Autobahngrenzübergängen wird es ebenfalls Corona-Testmöglichkeiten geben. Dabei handelt es sich um folgende Autobahnen:

  • A3 an der Raststätte Donautal-Ost
  • A8 an der Raststätte Rastanlagen Hochfelln-Nord
  • A93 an der Raststätte Heuberg (Inntal-Ost)

Diese Testmöglichkeiten sind freiwillig und ebenso kostenlos, erklärte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). 

Auch an großen Bahnhöfen soll es freiwillige, kostenlose Corona-Testmöglichkeiten geben. An den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg ist dies schon seit vergangenen Wochenende möglich.