23.06.2022 | Bayern Bargeld zu Hause verstecken: Darf ich das?

Das Bargeld unter das Bett legen. So wird es oft in Filmen dargestellt. Aber ist Bargeld zu Hause lagern eigentlich erlaubt? Wir sagen es euch.

Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Es gibt Menschen, die verstecken ihr gesamtes Bargeld in der Schublade unter dem Schrank oder in losen Dielen auf dem Dachboden. Die Verstecke sind unendlich. Das Ersparte soll lieber sicher zuhause sein als auf der Bank, wo der Sparer es nicht sieht. Aber ist das überhaupt erlaubt oder macht man sich strafbar?

Was sagt das Geldwäschegesetz?

Bei dem Gesetz gegen Geldwäsche ist der Betrag von 10.000 Euro der Knackpunkt. Diese Summe können Bankkunden mit einer Zahlung einzahlen, ohne das sie die Herkunft des Geldes nachweisen müssen. Wer größere Summen zuhause hat und sie doch zur Bank bringen möchte, sollte sie am besten in Stückelungen zur Bank bringen.

Bargeld zuhause lagern

Theoretisch könnt ihr so viel Bargeld zuhause lagern, dass ihr wie Dagobert Duck darin schwimmen könnt. Es existiert nämlich kein Gesetz zur Lagerung von Bargeld in Privathäusern. Die Höhe ist dabei egal. Praktisch, kann natürlich immer etwas passieren. Ein Brand, ein Einbruch oder auch Wasserschäden und Ungeziefer können das gesparte Geld vernichten. 
Euere Hausratsversicherung zahlt euch zwar gestohlenes Geld zurück, aber nur bis zu 2.000 Euro. Für alle höheren Beträge verlangt die Versicherung eine ausreichende Sicherung wie in die Wand gebaute Tresore oder schwere Safes, die den Diebstahl erschweren.