25.01.2022 | Bayern Bayern setzt auf Lockerungen: Mehr Zuschauer für Sport und Kultur

Weiter steigende Infektionszahlen, gleichzeitig aber auch Lockerungen: Schon ab dieser Woche sind im Freistaat wieder mehr Zuschauer bei Sport- und Freizeitveranstaltungen zu gelassen. Die weiteren Anpassungen von Bayerns Corona-Strategie erfahrt ihr hier.

Foto: Sven Hoppe / dpa

Mittlerweile dominiert die Omikron-Variante mit jetzt 91 Prozent der Fälle klar das Infektionsgeschehen. Auch wenn die Inzidenz immer weiter in die Höhe geht und zurzeit bei 984 liegt, hat das bayerische Kabinett ab dem 27. Januar Lockerungen beschlossen.

Grundlegende Veränderungen gebe es laut Staatsminister Dr. Florian Herrmann zwar nicht, aber "moderate Anpassungen.

"Nie war das Risiko, an Corona zu erkranken höher - gleichzeitig aber sinkt das Risiko einer schweren Erkrankung immer mehr, wenn man geimpft ist." 
Staatsminister Herrmann

Das sieht man zum Beispiel an der Belegung der Intensivbetten. Trotz der weiter rasant steigenden Zahlen ist die Intensivbettenbelegung in der vergangenen Woche um 18 Prozent zurückgegangen. Die schweren Verläufe nehmen also immer mehr ab, auch wenn die Inzidenz mit 984 ungebrochen ist. Im Vergleich zur Delta-Variante zeigt sich Omikron laut Herrmann bis zu 90 Prozent weniger aggressiv in der Wirkung. Grund genug also für das bayerische Kabinett folgende Anpassungen vorzunehmen:

3G-Regel in der Jugendarbeit: Bei Meisterprüfungen und in Fahrschulen

Außerschulische Jugendarbeit soll künftig wieder möglich sein. Weil in den Schulen flächendeckend getestet wird, können Schülerinnen und Schüler die Angebote auch wahrnehmen, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind. Ähnlich sieht es auch bei Meister-Prüfungen und Fahrschulen aus, hier reicht fortan ein 3G-Nachweis.

Mehr Zuschauer für Kunst und Kultur

Die Kapazitäten bei Kunst und Kulturveranstaltungen wurden angepasst. Dort, wo bisher 25 Prozent Auslastung galt, soll es ab dem 27. Januar Anpassungen auf 50 Prozent geben. Zusätzlich wurde die Regel für den 1,5 Meter Abstand aufgeweicht, damit die Kulturstätten auch die 50 Prozent-Auslastung überhaupt leisten können. Es gilt hier aber weiterhin die 2Gplus-Regelung.

Überregionale Großveranstaltungen: Bundesliga und Co:

Bisher gab es Geisterspiele, künftig wird die Kapazität bei Großveranstaltungen wie der Fußball-Bundesliga auf 25 Prozent gesetzt. Maximal dürfen aber in der Allianz Arena aber beispielsweise nur 10.000 Zuschauer ins Stadion gelassen werden.

Wirtschaftshilfen: Verlängerung in Sicht

Die Wirtschaftshilfen laufen eigentlich am 31. März diesen Jahres aus. Staatsminister Herrmann sagt aber, dass dieses Datum nicht das "Ende der Fahnenstange" sind, und eine weitere Verlängerung wichtig wäre. Vor allem in Bezug auf das Kurzarbeiter-Geld.