08.04.2021 | Bayern Bayern will Sputnik-Impfstoff kaufen: Das steckt dahinter & so geht es weiter

Bayern will sich 2,5 Millionen Impfdosen des Corona-Impfstoffs Sputnik V sichern - auf eigene Hand. Auch Bundesgesundheitsminister Spahn will abseits der EU mit Russland über Impfstoff-Lieferung verhandeln.

Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa

Der Freistaat Bayern will sich unabhängig noch vor einer möglichen EU-Zulassung den russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V sichern. Bayern will dafür einen Vorvertrag mit einer Produktionsfirma im schwäbischen Illertissen sichern. Das kündigte Ministerpräsident Söder nach einer Kabinettssitzung an.

Auch Mecklenburg-Vorpommern will unabhängig von der Bundesbestellung sich eigenständig Impfstoff sichern. 

2,5 Millionen Impfdosen für Bayern

Nach der Zulassung in der EU soll Bayern 2,5 Millionen Impfdosen erhalten. Der Impfstoff Sputnik V wird bereits seit Mitte August 2020 in Russland eingesetzt. In der medizinischen Fachpresse wird dem Impfstoff eine hohe Wirksamkeit bescheinigt (91,6 Prozent). Im April wollen Experten der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) den Antrag auf Zulassung in der EU prüfen. 

Spahn will Impfstoff unabhängig von EU bestellen

Eine Sammelbestellung der EU für den russischen Impfstoff Sputnik V wird es nicht geben. Bundesgesundheitsminister Spahn will direkt mit Russland über bilateralen Vertrag zur Impfstofflieferung verhandeln. 

Linksfraktions-Chef Dietmar Bartsch kritisierte die Eigenpläne des Freistaats scharf und plädiert auf nationale Bestellungen. "Wir brauchen eine nationale Kraftanstrengung beim Impfen, aber keine bayerische Kraftmeierei", sagte Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).