02.05.2022 | Bayern Bayernweite Kita-Warnstreiks am 4. Mai

Die Gewerkschaft Verdi ruft am 4. Mai zu einem Warnstreik in kommunalen Kitas auf. Am Mittwoch soll es bayernweit zu Aktionen kommen. Hier lest ihr alles Wichtige.

Foto: Matthias Balk/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat für den kommenden Mittwoch, den 4. Mai, zu bayernweiten Warnstreiks an Kitas aufgerufen. Dies geschieht im Angesicht der laufenden Tarifrunde für die Sozial- und Erziehungsdienste. Bereits am heutigen Montag wird im Bereich der sozialen Arbeit gestreikt.

Wo kommt es zu Streiks?

In Bayern finden Aktionen unter anderem in Straubing, Landshut, München, Nürnberg, Fürth, Erlangen, Regensburg, Augsburg, Ingolstadt, Forchheim und Würzburg statt.

Warum wird gestreikt?

Die Tätigkeit der Kräfte im Sozial- und Erziehungsdienst soll neu bewertet und damit auch besser bezahlt werden. „Nach zwei erfolglosen Verhandlungsrunden, in denen die Arbeitgeber eine Antwort auf die berechtigten Forderungen der Sozialarbeiter*innen, der Erzieher*innen und vieler weiterer Beschäftigte in den Kitas, in der sozialen Arbeit und in den Einrichtungen der Behindertenhilfe schuldig geblieben sind, müssen wir jetzt den Druck erhöhen“, erklärte Norbert Flach, stv. Landesbezirksleiter von ver.di Bayern. Es brauche zusätzliche qualifizierte Kräfte. „Und die gibt es nicht zum Nulltarif“, betonte Flach. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 16. und 17. Mai in Potsdam geplant. 

Gibt es eine Notbetreuung für Kinder?

Ob eure Kita auch streikt, erfahrt ihr rechtzeitig. Teilweise werden von den Kommunen auch Notbetreuungen eingerichtet. Gestreikt wird nur in kommunalen Kitas. Wenn die Kita wegen eines Streiks geschlossen bleibt, müssen Arbeitnehmer zunächst einmal versuchen, ihr Kind anderweitig betreuen zu lassen. Wenn das nicht machbar ist, sollte mit dem Vorgesetzten gesprochen werden. Wenn keine Möglichkeit für eine Betreuung gefunden wird, darf der Arbeitnehmer grundsätzlich zu Hause bleiben.