29.03.2022 | Bayern Maskenpflicht und Co.: So geht es nach dem 2. April in Bayern weiter

Trotz der landesweit extrem hohen Corona-Inzidenzen soll Bayern nicht zum Hotspot erklärt werden. Was das für die Corona-Beschränkungen bedeutet und wie es nun weitergeht, erfahrt ihr hier.

Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Trotz landesweit extrem hoher Infektionszahlen nimmt die Staatsregierung das Auslaufen der allermeisten Corona-Beschränkungen an diesem Wochenende hin. Bayern soll nicht zum Hotspot erklärt werden, jedenfalls "auf absehbare Zeit nicht", so Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Diese Corona-Regeln bleiben in Bayern

Nach dem neuen Bundesinfektionsschutzgesetz und einer Übergangsfrist enden die meisten Corona-Beschränkungen somit am 2. April. In der neuen Corona-Verordnung, die das Kabinett am Dienstag beschlossen hat, sind nur noch die nötigsten Basis-Schutzmaßnahmen enthalten. 

Alle 2G- und 3G-Zugangsregeln entfallen somit ab Sonntag, 3. April. Weiterhin bleiben soll nur noch die FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, in Pflegeheimen, Arztpraxen und Kliniken sowie eine Testpflicht im Pflegebereich, in Schulen und Kitas. Alles andere liegt nun in der freien Entscheidung der Menschen. 

Das Kabinett hat jedoch eine Empfehlung abgegeben, in Innenräumen, beim Einkaufen und bei Großveranstaltungen weiterhin freiwillig eine Maske zu tragen und auf ausreichend Mindestabstand zu achten.

Warum wird Bayern nicht zum Hotspot erklärt?

Eine sogenannte Gebietskörperschaft (dazu zählt der Freistaat Bayern) kann dann nur zum Hotspot erklärt werden, wenn dort eine gefährlichere Virusvariante auftaucht oder eine Überlastung der Krankenhauskapazitäten droht. Das ist in Bayern aktuell nicht der Fall, obwohl die Infektionszahlen derart hoch sind.

Die gemeldeten Corona-Infektionszahlen in Bayern waren über das Wochenende wieder leicht zurückgegangen. Das Robert Koch-Institut verzeichnete am Montag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 2178,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Am Freitag hatte der Wert den Rekord von 2199,9 erreicht. Die bayerischen Gesundheitsämter meldeten laut RKI 20 601 neue Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden.