23.12.2020 | Bayern Corona-Impfungen starten: Das müsst ihr wissen & hier gibt es Impfzentren

Am 27. Dezember starten die Corona-Impfungen in Bayern. Das müsst ihr über den Impfstart wissen:

Foto: Gesundheitsministerium Bayern
Wann starten die Impfungen

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer wurde am 21. Dezember in der EU zugelassen. Am Sonntag, den 27.12 soll in Bayern mit den Corona-Impfungen begonnen werden. 

Bis zum Jahresende soll der Freistaat bis zu 215.000 Impfdosen erhalten. 

Wie ist die Impf-Reihenfolge?

Stufe 1: Personen über 80 Jahren und Pflegeheimbewohner. Zudem medizinisches Personal in Notaufnahmen, der Altenpflege und der Behandlung von Corona-Patienten.

Stufe 2: Personen zwischen 75 und 79 Jahren, Menschen mit Demenz oder einer geistigen Behinderung in Einrichtungen und dort tätiges Personal sowie Menschen mit Down-Syndrom. Dazu kommen die Hausärzte, enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Menschen in Asyl- oder Obdachtlosenunterkünften, da diese Personengruppe vielen Kontakten ausgesetzt ist.

Stufe 3: Personen ab 60 Jahren und Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf einer Corona-Erkrankung. Dazu kommen Saisonarbeiter und Mitarbeiter „in besonders relevanten Positionen in staatlichen Einrichtungen“ (Bildungssektor, Polizei, Feuerwehr, Regierung, Justiz).

Wie läuft die Anmeldung ab?

Die Anmeldung läuft über das Telefon ab. Für eine Impfung braucht man verpflichtend einen Termin. Die jeweilige Telefonnummer findet ihr auf der Internetseite eures Landkreises. 

In den ersten Tagen sollen erstmal mobile Impfteams betroffene Personen in Alten- und Pflegeheimen impfen. Die weiteren über 80-Jährigen werden dann schriftlich über die Impfmöglichkeit benachrichtigt und können dann einen Termin vereinbaren. 

Ab Mitte Januar soll es auch bayernweite Terminvergabe über das Telefon und eine Webplattform geben.

Wie schützt der Impfstoff?

In den bisherigen Tests schützte das Biontech-Serum zu 95 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung. Ob diese Wirksamkeit auch bei einem massenhaften Einsatz bei einer höheren Zahl an älteren Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen zu erreichen ist, wird sich erst in einigen Monaten zeigen.

Welche Nebenwirkungen kann es geben?

Müdigkeit, Kopfweh, Schmerzen an der Einstichstelle - das sind bei Impfungen übliche Nebenwirkungen, auf die man sich einstellen muss. Nach Erkenntnissen einer im «New England Journal of Medicine» veröffentlichten Studie zum Biontech-Präparat kann es außerdem zu Schüttelfrost, Durchfall oder Muskel- und Gliederschmerzen kommen, teilweise auch zu Fieber. Diese waren im Allgemeinen schwach bis mäßig und klangen nach kurzer Zeit wieder ab. Experten halten sie für nicht angenehm, aber sehen auch keinen Anlass für größere Bedenken.

Wo sind die Impfzentren?

>>Hier geht es zur interaktiven Karte des Gesundheitsministeriums<<

>>Hier geht es zum PDF mit den Impfzentren in Bayern<<