18.08.2020 | Bayern Corona-Test-Panne: Ministerin Huml wusste offenbar schon früher Bescheid

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml, wusste laut Süddeutscher Zeitung schon früher von den Problemen, als sie öffentlich zugab.

Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung wurde das Gesundheitsministerium am Montag der vergangenen Woche über die Probleme bei den Testungen informiert. Erst am Mittwoch wurde die Öffentlichkeit von Ministerin Huml informiert. Dort versicherte sie, erst am Morgen vom Ausmaß der Panne erfahren zu haben.  

Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums sagte auf ANTENNE BAYERN-Anfrage: "Richtig ist: Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die Öffentlichkeit sofort informiert, als ihr am 12.8.2020 bekannt wurde, dass sich die am 10.8 von der Firma Eurofins bis zum Abend des 11.8. in Aussicht gestellten Lösungen zur Übermittlung der Testergebnisse nicht realisieren lassen. Am 12.8. wurde zudem bekannt, dass die Zahl der nicht ermittelten positiv Getesteten deutlich gestiegen ist. Zutreffend ist damit die Äußerung der Ministerin am 12.8., dass sie erst an diesem Tag von dem konkreten Ausmaß der Schwierigkeiten und den fehlenden Lösungsansätzen erfahren hat. Bereits am 10.8. hatte die Ministerin öffentlich darauf hingewiesen, dass es Verzögerungen bei der Übermittlung von Testergebnissen gab. Konkrete Zahlen lagen der Ministerin zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor."

Huml bot Markus Söder zweimal ihren Rücktritt an, der Ministerpräsident lehnte aber ab.

Ihr versprechen, alle Infizierten über ihren positiven Corona-Befund zu informieren, konnte nicht eingehalten werden. 46 positiv Getestete sind weiterhin nicht aufgefunden worden. Laut SZ wurde die Suche eingestellt.