28.06.2022 | Bayern Darf Paulaner Spezi bald nicht mehr Spezi heißen?

Jeder kennt und liebt Spezi. Unter verschiedensten Namen hat sie sich etabliert, denn nicht alle Firmen dürfen ihr Getränk Spezi nennen. Genau um diesen Streit geht es nun vor Gericht. Die Münchner Paulaner-Brauerei will nicht für so eine Lizenz bezahlen, ihr Cola-Mix-Getränk aber weiterhin "Paulaner Spezi" nennen. Hier lest ihr alles Wichtige.

Foto: Lennart Preiss/dpa

Spezi gilt als Kult. Vor allem im Biergarten ist das alkoholfreie Getränk eine beliebte Wahl. Zahlreiche Brauereien bieten die Mischung aus Orangenlimonade und Cola unter verschiedenen Namen an. Nun streiten sich zwei Brauereien aus Augsburg und München ab Dienstagvormittag, dem 28. Juni 2022, vor dem Landgericht München I über die bräunliche Brause. 

Worum geht es?

Das Münchner Unternehmen Paulaner will gerichtlich feststellen lassen, dass es seine Limomischung auch in Zukunft "Spezi" nennen darf. Das Augsburger Brauhaus Riegele, das schon seit den 1950ern die Markenrechte am Namen "Spezi" hat, zieht das in Zweifel. Sie will Paulaner daher den Namen Spezi nur dann weiter gestatten, wenn sie einen neuen Lizenzvertrag abschließen. Ein eigens gegründeter "Spezi Markengetränke Verband" vergibt dabei Lizenzen an Brauereien. Es geht auf jeden Fall um viel Geld, denn der Streitwert soll bei 10 Millionen Euro liegen.

Worauf beruft sich Paulaner?

Die Münchner Brauerei hat durch eine einmalige Zahlung vor Gründung des Verbandes eine Dauerlizenz für die Nutzung des Namens erworben. Das ist auf der Flasche mit dem Kürzel Wz 705 093 zu sehen, die auf das Warenzeichen der Brauerei Riegele verwiesen. 

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