12.10.2022 | Bayern Deutschlands erster Bierfernwanderweg ist in Bayern: Mit 6 süffigen Etappen

Der Lohn für eine anstrengende Wanderung durch den Bayerischen Wald ist süffig, malzig und bernsteinfarben. Auf den 125 Kilometern gibt es Wald, Idylle und flüssiges Gold. Was dahinter steckt, haben wir für euch zusammengefasst.

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„Deutschlands erster Bierfernwanderweg“ – so bewirbt die Tourismusbehörde des Arberlands den 125 Kilometer langen Wanderweg durch den Bayerischen Wald. 

Rundweg in Bayern voll Stille und Idylle

Der Bierfernwanderweg kombiniert verschiedene, schon vorhandene Wanderstrecken miteinander und führt euch durch das Arberland im Landkreis Regen. Vom Viechtacher Tal durch den Nationalpark Bayerischer Wald, über das Hochplateau Schareben und durch den Böhmerwald zurück nach Viechtach. Hier findet ihr traumhafte Täler, pure Hüttenromantik und wunderschöne Gipfelausblicke. 

Etappe in sechs Schritten

Die Strecke müsst ihr natürlich nicht an einem Stück bewältigen. Der Rundweg ist nämlich in sechs Etappen aufgeteilt- für besonders Motivierte gibt es noch zwei zusätzliche Abschnitte. Eine Wegbeschreibung und Karte zum Download auf das Smartphone weist euch den Weg. Wir stellen euch die Etappen und ihre Highlights auf dem Bierfernwanderweg vor: 

Etappe 1: Von Vietach nach Drachselsried

Die erste Etappe startet sofort mit einer Durststrecke, denn eine Einkehrmöglichkeit gibt es erst am Ende der Etappe. Die  Route beginnt am Bahnhof in Vietach. Von hier aus wandert ihr über die Regenbrücke und entlang des Flusses Schwarzer Regen über Stein, Hartbühl und Baumgarten bis nach Neunußberg. Während der Überwindung der insgesamt 548 Höhenmeter lohnt sich ein Stopp an der Burgruine Neunußberg, von der aus ein fantastischer Panoramablick zu genießen ist.

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Etappe 2: Von Drachselsried nach Bodenmais

Bitte nicht zu viel trinken, denn es geht heiter weiter. Eure zweite Etappe zählt mit 651 hm die meisten Höhenmeter des gesamten Bierfernwanderwegs. Hier geht es auf Waldwegen weiter bergauf bis zur Berghütte Schareben, wo ihr das zweite Mal einkehren könnt. Vorher solltet ihr euch aber kurz Zeit nehmen, den Panoramablick über das Zellertal vom Aussichtsfelsen „Spitzwaldkanzel“ zu genießen - der ist es wert. Nach insgesamt sechzehn Kilometern schließt die zweite Etappe im gemütlichen Bodenmais. Dort warten verschiedene Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten auf euch.

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Etappe 3: Von Bodenmais nach Zwiesel

Vom Rathaus Bodenmais führt die dritte Etappe des Bierwanderwegs durch den Ortsteil Böhmhof und am Alten Forsthaus vorbei bis nach Brandten. Bereits nach knapp sechs Kilometern wartet das erste kühle Bier im „Zum Brandtner Wirt“ auf euch. Von dort führt euch der Wanderweg nach Berghäusl, wo der Anstieg bis zum 965 Meter hohen Hennenkobel beginnt. Auf dem felsigen Gipfel könnt ihr einen wunderschönen Ausblick über den Zwieseler Winkel genießen. In der Dampfbrauerei Pfeffer gibt es für kulturell Begeisterte sogar die Möglichkeit, an einer Brauereiführung teilzunehmen.

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Etappe 4: Von Zwiesel nach Regen

Für die vierte Etappe solltet ihr genug Proviant einstecken, denn auf der Strecke gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Hier dreht sich alles um die Lebensader „Fluss“. Die Etappe ist 14 Kilometer lang und ihr überwindet 87 Höhenmeter. Die Route folgt dem Regenfluss ein Stück und biegt dann auf den Flusswanderweg ein. Immer entlang des Flusses lauft ihr über Bettmannsäge und Nagerlbrücke bis zum Regener Stausee und von dort aus weiter zum Regener Stadtplatz. Nach vierzehn Kilometern und 84 Höhenmetern erreicht ihr die Kreisststadt „Regen“. Hier warten zahlreiche Lokale und Brauereien mit einer Stärkung.

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Etappe 5: Von Regen nach Böbrach

Die letzten beiden Etappen verlaufen bereits wieder in Richtung des ursprünglichen Ausgangspunktes in Viechtach. Vom Regener Stadtplatz über den Kirchplatz und die Mühlleite geht es zum Lehrpfad „Auf der Spur zur Natur“. Anschließend wandert ihr entlang des Stausees zum Langdorfer Oberberg, der Schwarze Regen ist nach dem Ortsausgang wieder euer ständiger Begleiter. Auf Wald- und Forstwegen folgt ein weiterer Anstieg auf den 946 Meter hohen Kronberg. Nach einer kurzen Verschnaufpause führt euch die Route über die Strecke der Bodenmaiser „Seven Summits“-Tour bis zur idyllisch auf einer Lichtung gelegenen Gutsalm Harlachberg. Das Etappenziel erreicht ihr von dort aus durch ein verwunschenes Waldstück und über Obersteinhaus und Maisried in Böbrach, wo ihr im Brauerei-Gasthof Eck einkehren könnt. Auf einer der beiden längsten Etappen mit knapp 23 Kilometern warten als Ausgleich für die Streckenlänge gleich drei Einkehrmöglichkeiten auf euch.  

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Etappe 6: Von Böbrach nach Viechtach

Etappe sechs mit 23 Kilometern und 523 Höhenmetern startet am Dorfplatz in Böbrach. Ortsauswärts geht es durch den Wald bis zur Mündung des Rothbaches in den Schwarzen Regen und auf dem Biberweg bis kurz vor Teisnach. Dort biegt ihr erneut auf den Flusswanderweg ab. Die Region zwischen Teisnach und Viechtach ist auch als „Bayerisch Kanada“ bekannt. Der Schwarze Regen schlängelt sich hier durch Steine, Felsen und Baumstämme. Bei Gumpenried überquert ihr den Flusslauf und lauft vorbei an Haid am Sand und dem Weiler Pignet ins „Liebestal“. In Fischaitnach lohnt sich ein Abstecher zum Hotel und Adventure Camp Schnitzmühle, bevor ihr mit der Waldbahn zurück nach Viechtach fahren könnt.

Foto: Armin Weigel/dpa

Alle Details und Tourenbeschreibungen gibt es hier

Wegbeschreibung und Karte zum Download

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