05.12.2022 | Bayern Deutschlandweiter Warntag: Hier könnt ihr bis 15.12. Feedback geben

Wie gut im Ernstfall amtliche Warnungen über Radio, Fernsehen, Apps oder Sirenen funktionieren würden, testen Bund, Länder und Kommunen am 8. Dezember beim bundesweiten Warntag. Wir haben alle Informationen zusammengetragen.

Foto: Fabian Sommer/dpa

Zwei Jahre nach einer problembehafteten Premiere mit verspäteten Alarmen steigt in Deutschland am 8. Dezember der zweite bundesweite Warntag.

Was passiert am Warntag?

An dem Warntag am 08.Dezember 2022 werden um 11.00 Uhr über Handys, Rundfunk und andere Medienhäuser sowie die noch vorhandenen und neu installierten Sirenen Warnungen ausgelöst. Der Wiederaufbau eines flächendeckenden Sirenennetzes in Deutschland steht noch am Anfang. Für Rückmeldungen wird das Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz am Warntag um 11.00 Uhr auf einer speziellen Internetseite und in der Warn-App Nina ein Formular freischalten. Besonders wichtig sei das beim erstmals getesteten Cell-Broadcasting. Dieses System soll bundesweit bis Februar 2023 einsetzbar sein. 

Wer wird per Handy gewarnt?

Beim Cell-Broadcasting werden alle gewarnt, deren Handy gerade in einer Funkzelle angemeldet ist, in deren Bereich Alarm ausgelöst wird. Das funktioniert aber nur, wenn das Handy eingeschaltet ist. Voraussetzung dafür, dass Smartphones auslösen, seien auch Updates der Betriebssysteme. Auf der Internetseite des Bundesamtes gibt es dazu Erläuterungen. Unter Umständen müssen die Warnungen noch manuell im Smartphone aktiviert werden. Das könnt ihr über die Einstellungen unter "Mitteilungen" oder "Sicherheit und Notfall" tun.

Was, wenn ihr keine Nachricht bekommt?

Bekommt ihr an dem Tag keine Nachricht, solltet ihr einige Dinge überprüfen:

Zunächst solltet ihr ermitteln, ob die Notfallbenachrichtigungen auf eurem Handy aktiviert sind. Am einfachsten ist es, wenn ihr in den Einstellungen eures Handys „Notfall“ oder „Warnmeldung“ eingebt und schaut nach, ob die Notfallbenachrichtigungen eingeschaltet sind. Ist das der Fall und ihr habt dennoch keine Nachricht bekommen, benötigt womöglich euer Betriebssystem eine Aktualisierung. Es kann auch sein, dass einige SIM-Karten oder Mobilfunkmasten die neue Technik noch nicht unterstützen. Das kann euch euer Mobilfunkanbieter beantworten.

Informationssystem über DAB+

Bayern arbeitet an der Umsetzung eines neuen Warnsystems unter Verwendung des digitalen terrestrischen Hörfunkstandards DAB+. Das terrestrische Rundfunksystem bietet aufgrund seiner robusten Infrastruktur eine verlässliche Technologie, um auch im Katastrophenfall die Bevölkerung sicher zu warnen und umgehend zu informieren, so der BDR.

"Radios, die sich im „Standby-Betrieb“ befinden, werden automatisch aktiviert. Zusätzlich zur Warndurchsage erscheint auf den Radiodisplays die Warnmeldung mehrsprachig und mit detaillierten Instruktionen und Hinweisen.",

schreibt der BDR. 

Hier findet ihr weitere Informationen zu dem Warntag:

Warntag Informationen

Schaut hier nach, ob euer Handy empfangsfähig ist

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat eine Feed-Back-Seite zum Warntag eingerichtet. Bis 15.12 können die Erfahrungen mitgeteilt werden.

Feed-Back Warntag

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