27.05.2020 | Bayern Freibad-Öffnung ab 8. Juni: So sieht der Schwimmbadbesuch dann aus

Wegen der Corona-Pandemie startet die Freibadsaison in Bayern später als sonst: Ab dem 8. Juni dürfen Freibäder wieder öffnen. Wie hoch die Ansteckungsgefahr im Wasser ist und welche Regeln gelten, lest ihr hier.

Foto: Oliver Berg/dpa

Gute Nachrichten von Ministerpräsident Markus Söder für alle, die gerne schwimmen gehen: Ab dem 8. Juni geht die Freibadsaison in Bayern los – trotz Corona. Auch Hotels dürfen ihre Außenpools wieder öffnen. Trotzdem sieht ein Schwimmbadbesuch 2020 anders aus als noch im vergangenen Jahr, denn es gelten Regeln.

Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr im Wasser?

Das Chlor im Schwimmbecken töte die Viren ab und in Seen und Flüssen sei der Verdünnungsfaktor so groß, dass eine Übertragung ausgeschlossen sei, sagt die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen. In Schwimmbädern bestehe daher kein höheres Ansteckungsrisiko als in anderen öffentlichen Einrichtungen.

Auch Tropenmediziner Prof. Gustl Stich aus Würzburg versichert im ANTENNE BAYERN-Interview: „Durch das Schwimmen oder durch den Kontakt mit dem Wasser besteht keine Ansteckungsgefahr.“ Wichtig aber: Haltet Abstand – im Wasser, aber auch außerhalb, etwa in der Warteschlange oder in den Duschen.

Foto: Uli Deck/dpa
Welche Regeln gelten im Freibad?

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen hat einen Pandemieplan erstellt mit Empfehlungen für die Wiedereröffnung der Bäder. Informiert euch vor einem Besuch aber bitte noch zusätzlich bei eurem Freibad, wie die Maßnahmen dort gehandhabt werden.

Rund drei Wochen vor der Öffnung beginnen die Bäder die technischen Anlagen wieder hochzufahren. Die Becken werden geputzt, neue Saisonarbeitskräfte eingestellt und ein Hygieneplan erarbeitet.

Warteschlangen

Auf dem Boden kleben Abstandsmarkierungen. Damit es an der Kasse nicht staut, darf nur eine Person dort stehen. Bäder in anderen Bundesländern, die bereits aufhaben, setzen auf Online-Reservierungen. Auch für Bayern ist das ein mögliches Modell.

Besucherzahl

Empfohlen wird, dass die Becken nur zu 75 Prozent der Maximalauslastung genutzt werden. Bei einem Nichtschwimmerbecken (16x20 Meter) wären das rund 44 Badegäste, bei einem Schwimmerbecken (25x12,5 Meter) etwa 52 Personen und bei einem Mehrzweckbecken (25x12,5 Meter) ungefähr 65.

Hygiene

Hier gelten dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie in anderen öffentlichen Gebäuden auch: nur in die Armbeugen niesen oder husten, ebenso regelmäßig Hände desinfizieren. Die Schwimmbadmitarbeiter desinfizieren regelmäßig alle Handgriffe und Türklinken.

Duschen, WCs und Umkleiden

Vor und nach dem Baden solltet ihr euch gründlich mit Seife und Duschgel waschen. Maximal zwei Personen sollten gemeinsam in die Dusch- und Toilettenräume – so ist Abstand besser möglich. Aus diesem Grund bleiben Sammelumkleiden erstmal zu. 

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Welche Regeln gelten am Badesee?

ANTENNE BAYERN hat nachgefragt bei Innenminister Joachim Herrmann. Der sagt: „Grundsätzlich ist die Nutzung von öffentlichen Badeseen jederzeit möglich. Wenn sich jemand am Ufer eines Sees auf die Wiese legt, sind die entsprechenden Abstände einzuhalten. Weitere Vorschriften sehen wir da nicht.“ In den See springen ist somit auch schon vor dem 8. Juni erlaubt