31.03.2021 | Bayern Hausärzte in Bayern starten mit Corona-Impfung: Das müsst ihr wissen

Ab dem 31. März starten die ersten Hausärzte in Bayern mit der Verabreichung der Corona-Impfung. Wir haben vorab mit einem teilnehmenden Hausarzt aus Neutraubling gesprochen, der eure Fragen beantwortet.

Foto: Nicolas Armer/dpa

Ab dem 31. März starten in 1.635 Arztpraxen in Bayern mit der Corona-Impfung. In der Woche nach Ostern sollen dann weitere Arztpraxen folgen. Insgesamt haben sich in Bayern laut dem bayerischen Gesundheitsministerium 8.500 Arztpraxen dazu bereiterklärt, gegen Covid-19 zu impfen. 

Da es zum Impfstart in den Arztpraxen noch einige offene Fragen gibt, haben wir mit Dr. Heribert Szika aus Neutraubling in der Oberpfalz gesprochen. Seine Arztpraxis ist zum Auftakt der Corona-Impfungen mit dabei und beantwortet eure Fragen. 

Wie läuft die Verteilung der Impfdosen auf die Arztpraxen?

Die Impfdosen werden je nach Größe der Praxis, Zahl der Impfungen im letzten Quartal und der Zahl der Patienten über 70 verteilt. Insgesamt stehen zum Start 33.000 Impfdosen von AstraZeneca zur Verfügung. Das entspricht durchschnittlich etwa 20 Impfdosen pro Arztpraxis.

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Wie sieht es mit AstraZeneca aus?

Nach aktueller Empfehlung der Ständigen Impfkommission und nach der Besprechung der Bundesländer wird der AstraZeneca Impfstoff vorerst nur an Personen über 60 Jahren verimpft. Besteht eine Person unter 60 Jahren auf den AstraZeneca Impfstoff, darf dieser trotzdem nach vorheriger Aufklärung des Arztes verimpft werden. Abgesehen einiger seltener Nebenwirkungen bei jüngeren Patienten, wie einiger Fälle von Thrombosen an Hirnvenen schätzt Dr. Heribert Szika den Impfstoff als sicher ein und klärt seine Patienten aber auch über mögliche Risiken auf. 

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Was passiert, wenn der AstraZeneca Impfstoff aufgebraucht ist?

Im ersten Schritt werden jetzt die AstraZeneca Impfdosen in den Arztpraxen verimpft. Sobald diese aufgebraucht sind, bekommen die Arztpraxen ab dem 7. April den Impfstoff von Biontech. Dieser wird von den Apotheken aufgetaut angeliefert und ist dann im Kühlschrank fünf Tage lagerungsfähig.

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Wann bekommen wir die Pandemie durch die Impfung in den Griff?

Dr. Heribert Szika hält einen Stopp der Pandemie durch flächendeckende Impfungen für realistisch. Die Impfungen der älteren Personengruppen haben die Todeszahlen bereits senken lassen. Ob die Pandemie bereits im Sommer durchbrochen werden kann, hängt ganz von der Impfgeschwindigkeit ab. Diese wird jedoch nicht von den Arztpraxen bestimmt, sondern ist abhängig von den versprochenen Lieferungen der Hersteller. 

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Wo muss ich mich anmelden?

Die Registrierung für die Impfung in den Impfzentren läuft weiterhin normal über den Freistaat Bayern. Die Termine für die Corona-Impfungen in den Arztpraxen vergeben die Praxen selbst. Es gilt zwar weiterhin die Impfreihenfolge, aber die Hausärzte haben hier etwas Spielraum. So sollen zuerst immobile Patienten in deren Wohnungen, sowie Personen mit Vorerkrankungen in den Arztpraxen geimpft werden. Durch die Erfahrung der Hausärzte und die Kenntnis über die Patienten lässt sich das gut einschätzen. 

Viele Arztpraxen haben zudem schon extra Sprechzeiten für die Corona-Impfung eingerichtet.