31.08.2021 | Bayern Inzidenz wird abgelöst: So funktioniert die neue Krankenhausampel

Ab dem 02. September gelten in Bayern viele neue Corona-Maßnahmen. Ein großer Baustein dieser ist, dass die 7-Tage-Inzidenz weniger Bedeutung hat - stattdessen wird nun eine Krankenhausampel eingesetzt. Wie genau die funktioniert, erfahrt ihr hier.

Foto: Waltraud Grubitzsch / dpa-Zentralbild / dpa

In den letzten Monaten war die Inzidenz DIE Zahl, die über mögliche Corona-Maßnahmen oder Lockerungen entschieden hat. Das ändert sich jetzt aber. Das Bayerische Kabinett hat am Dienstag neue Regeln im Kampf gegen das Virus vorgestellt - und eine dieser neuen Regeln besagt, dass von nun an eine sogenannte Krankenhausampel als Indikator angewendet wird.

Was ist die Krankenhausampel?

Die Krankenhauswarnampel zeigt an, wie die aktuelle Situation in den Krankenhäusern ist. Und um diese Situation vor Ort darzustellen, wird die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz angewendet. Sie beschreibt, wie viele Corona-Erkrankte pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage neu stationär aufgenommen wurden. 

Jenachdem, wie stark die Krankenhäuser ausgelastet sind, gibt es zwei mögliche Warnstufen: Eine gelbe und eine rote.

Das passiert, wenn die gelbe Warnstufe erreicht wird

Die gelbe Warnstufe ist erreicht, wenn in den vergangenen sieben Tagen mehr als 1.200 Patientinnen und Patienten bayernweit wegen einer Corona-Erkrankung in die Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Umgerechnet entspricht das einer Hospitalisierungs-Inzidenz von 9,13.

Ist die gelbe Warnstufe erreicht, werden dann weitere Maßnahmen von der Staatsregierung beschlossen. Das könnten dann beispielsweise neue Kontaktbeschränkungen sein, die Wiedereinführung der FFP2-Maskenpflicht oder auch neue Personenobergrenzen für private und öffentliche Veranstaltungen.

Das passiert, wenn die rote Warnstufe erreicht wird

Wenn auf den bayerischen Intensivstationen mehr als 600 Corona-Patienten liegen, dann ist die rote Warnstufe der Krankenhausampel erreicht. Und sobald das der Fall ist, greifen zusätzlich zu den Regeln der gelben Warnstufe weitere Maßnahmen, "um die dann akut drohende Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern", so das Kabinett.

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