05.05.2021 | Bayern Lockerungen für Geimpfte & Genesene: So muss es nachgewiesen werden

In Bayern genießen Vollgeimpfte ab Donnerstag, 06. Mai, etwas mehr Freiheiten. Doch durch die neuen Erleichterungen, stellt sich auch die Frage: Wie muss ich mich als Immunisierter ab sofort ausweisen. Wir haben für euch geklärt, wie der Nachweis erfolgen soll.

christopher.neundorf / dpa

Impfen, impfen, impfen, das war die Devise, die Deutschland am Anfang des Jahres ausgesprochen hat. Nach schleppenden Start hat die Bundesrepublik ein höheres  Impftempo erreicht. Nun hat die Regierung, insbesondere Bayern den Fuß weiter auf dem Gaspedal und lockert Maßnahmen für Immunisierte.

Nachweis für Geimpfte

Vollgeimpft ist, wer bereits die 2. Impfung erhalten hat und diese 14 Tage in der Vergangenheit liegt. Um die Corona-Immunität nachzuweisen, muss man seinen Impfpass dabeihaben. Eine erfolgte Corona-Schutzimpfung wird im Impfpass erfasst. Sollten man keinen Impfpass besitzen, erhält man eine Ersatzbestätigung.

Aber in einem Fall bleibt die Testpflicht für Geimpfte und Genesene  bestehen, teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit: Beim Besuch von Personen im Krankenhaus oder Altenheim braucht es nach wie vor einen negativen Test.

Nachweis für Genesene

Hier muss die durchgestandene Infektion mit Corona nachweisbar sein. Ein positiver PCR-Test ist Voraussetzung - dieser fange 28 Tage nach dem Testtermin an bis sechs Monate nach dem Test zu gelten. Ebenso soll ein Zeugnis des Gesundheitsamts zur Anordnung der Isolation und ein anschließendes negatives Testergebnis gültig sein. Eine digitale Lösung ist wie bei Geimpften auch für Genesene geplant. 6 Monate nach einer Erkrankung reicht dann eine Impfung um als vollständig immunisiert zu gelten. 

Digitaler Impfpass geplant

Statt immer den Impfpass dabei zu haben sollen Vollgeimpfte bald auch nachweisen können, dass sie ihre Impfung gegen Covid-19 bereits erhalten haben. Genau zu diesem Zweck ist ein digitaler Impfnachweis in Planung, der über eine Smartphone-App funktionieren soll. Die digitale Bescheinigung soll den Betroffenen die Möglichkeit geben, schnell und fälschungssicher nachzuweisen. Der digitale Impfnachweis wird freiwillig sein und dient nur als Ergänzung zum gelben Impfausweis auf Papier. Aktuell befindet sich der elektronische Impfpass noch in der Planung, ein genauer Zeitpunkt für die Zulassung steht noch nicht fest.

Foto von Impfpass nicht teilen

Man sollte nach der Corona-Impfung kein Foto von seinem Impfpass bei Social Media posten. Davor warnt das Bundesministerium für Gesundheit explizit aus zwei Gründen!

  • Zum einen handele es sich um sensible Gesundheitsdaten, die man generell nicht öffentlich teilen sollte.
  • Zum anderen könnten Kriminelle sich diese Daten über ein Foto zunutze machen und mit den dort sichtbaren Daten wie Chargennummer, Stempel und Unterschrift der Praxis gefälschte Impfpässe herstellen oder die Infos auf andere Art und Weise missbrauchen.