24.10.2022 | Bayern Mahnung wegen verspäteter Post-Zustellung: Welche Rechte ihr als Verbraucher habt

Monat für Monat werden etwa eine Milliarde Briefe in Deutschland befördert. Ein kleiner Teil von ihnen kommt nicht so schnell an wie erhofft, deswegen häufen sich Beschwerden bei einer Behörde. Deshalb beantworten wir euch die wichtigsten Fragen.

Foto: Sven Hoppe/dpa

Aufgrund von Personalengpässen durch Corona kommen Sendungen verzögert – in einigen Regionen nur noch jeden zweiten Tag. Das verunsichert viele Verbraucher. Die wichtigsten Fragen haben wir für euch beantwortet:

Was passiert, wenn die Post euch Briefe zu spät zustellt?

Absender können selber entscheiden, welchen Anbieter sie für die Zustellung des Briefs wählen. Neben der Deutschen Post gibt es viele regionale Privatanbieter. In vielen Fällen nutzen Finanzämter, Behörden oder Vereine aber die Deutsche Post. Wenn ihr einen Brief nicht pünktlich erhalten habt und euch nun Konsequenzen drohen, solltet ihr euch an den Absender wenden, diesen darüber aufklären, dass er euch mithilfe einer Sendeverfolgung die pünktliche Lieferung nachweisen muss. Da viele aber auf diesen kostenpflichtigen Service verzichten, stehen die Chancen gut, dass euch im Streitfall keine Konsequenzen drohen.

Müsst ihr eine Mahnung bezahlen, wenn die Post zu spät zustellt?

In der Regel habt ihr zwei Wochen Zeit, um Rechnungen zu begleichen. Oftmals versenden Gläubiger einen zweiten Brief, die Zahlungserinnerung, also die 1. Mahnung. Hat die Post eine wichtige Rechnung nicht zugestellt und erhaltet ihr das Dokument verspätet, solltet ihr sofort Einspruch einlegen und den Absender über die Lieferverzögerungen bei der Post informieren. 

Verträge nicht erhalten - was tun?

Hier könnt ihr nur auf die Kulanz des Absenders hoffen. Hat die Post getrödelt und habt ihr dadurch eine Frist, ein Angebot oder eine Stellenausschreibung verpasst, ist das einfach euer Pech. Die Post haftet in diesem Fall nicht.

Was könnt ihr tun, um das Post-Chaos zu vermeiden?
  • Nutzt, wenn möglich, E-Mail und andere digitale Möglichkeiten, um wichtige Dokumente zu verschicken.
  • Prüft, ob private Briefversandunternehmen für euch in Frage kommen.
  • Meldet eure Verträge online an. Dann könnt ihr Rechnungen in eurem Mitgliederbereich einsehen und erhaltet die Zahlungsaufforderungen auch per E-Mail.
  • Bewerbt euch auf eine Stellenausschreibung ausschließlich digital.
  • Wenn ihr einen Brief verschickt, verwendet die Funktion „Einschreiben mit Sendungsverfolgung“.

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