15.12.2021 | Bayern Mietpreisbremse ab 2022: In diesen bayerischen Gemeinden gilt sie

In vielen Regionen Deutschlands gilt der Wohnungsmarkt als angespannt - auch bei uns in Bayern. Ab Januar 2022 kommt auch im Freistaat die Mietpreisbremse und soll bis Ende 2025 gelten. Betroffen sind 203 Gemeinden in ganz Bayern. Was das jetzt genau bedeutet, erfahrt ihr hier.

Foto: Jonas Walzberg / dpa

Der Wohnungsmarkt in etwa jeder zehnten bayerischen Stadt oder Gemeinde gilt offiziell als angespannt, deshalb hat die Politik reagiert: 
Ab Januar gilt zunächst bis Ende 2025 in 203 bayerischen Gemeinden die Mietpreisbremse.

Definition: Was ist die Mietpreisbremse?

Eine gesetzliche Definition für den Begriff existiert zwar nicht, vereinfacht könnte man aber sagen: 
Die Mietpreisbremse soll verhindern, dass die Mieten von Wohnungen über ein gewisses Maß ansteigen. Wie hoch und wie genau das umgesetzt werden soll, entscheiden die Bundesländer in eigener Verantwortung.

Mietpreisbremse wichtiges Mittel

Warum die Begrenzung so wichtig ist, hat Justizminister Georg Eisenreich erklärt:

"Menschen mit normalen Einkommen, Senioren und Familien müssen sich das Leben in den Ballungsräumen weiter leisten können. Die Mietpreisbremse ist dafür ein wichtiges Mittel."

Hintergrund für die Neubewertung ist die zum Jahresende auslaufende Mieterschutzverordnung. In ihr waren bisher 162 Städte und Gemeinden mit besonders teuren Wohnungsmärkten aufgeführt. Laut den Angaben des Ministeriums habe sich die Lage in 27 Gemeinden verbessert - dafür wurden aber 68 neu in die Mieterschutzverordnung aufgenommen.

"Wohnungsmangel und Mietpreisanstieg sind eine der großen Herausforderungen unserer Zeit."
Es muss mehr preiswerter Wohnraum geschaffen werden

Es gebe laut Eisenreich aber keine "einfachen Lösungen" bei der Begrenzung des Mietpreisanstiegs. 

"Notwendig ist ein Bündel an Maßnahmen von Kommunen, Land und Bund in verschiedenen Bereichen. Vor allem muss mehr preiswerter Wohnraum geschaffen werden."

Um den Schutz der Mieter zu verbessern, müssten zudem Wuchermieten stärker ins Visier genommen werden. Dabei müssten Bußgelder von bis zu 100 000 Euro drohen. 

In Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt sollen weitere Mietpreissteigerungen unter anderem mit einer Mietpreisbremse und einer verlängerten Frist für Eigenbedarfskündigungen für neu erworbenen Wohnraum verhindert werden.