16.11.2021 | Bayern Münchner Christkindlmarkt abgesagt

Nach einer Beratung im heutigen Krisenstab der bayerischen Hauptstadt München hat der Oberbürgermeister Reiter sich dafür entschieden, den Christkindlmarkt abzusagen.

Foto: dpa / Sven Hoppe

Nach dem Krisenstab der Stadt München mit Oberbürgermeister Reiter wurde entschieden, den Münchner Christkindlmarkt für dieses Jahr abzusagen. Gleiches gilt für den Winterzauber auf dem Viktualienmarkt.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter dazu: 

"Die aktuelle Lage habe ich heute auch ausführlich im städtischen Krisenstab diskutiert. Die Gesundheitsbehörde und die Kreisverwaltungsbehörde haben dringend davon abgeraten, den Christkindlmarkt stattfinden zu lassen. Ebenso haben heute Früh die Pandemiebeauftragen aller Münchner Kliniken in einer Konferenz einstimmig vor der Durchführung gewarnt und auf die katastrophale Situation in den Kliniken hingewiesen. "
Hintergrund:

Hauptgrund für die Absage sind die dramatischen Situationen in den Kliniken und die exponentiell steigenden Infektionszahlen. Es wäre eine nicht zu verantwortende Erhöhung des Infektionsrisikos, so Reiter. Es sei ein falsches Signal, gerade für alle Beschäftigten in den Krankenhäusern, die derzeit in absoluten Ausnahmezuständen arbeiten. 

Besucherzahl in der Fußgängerzone nicht kontrollierbar

Obwohl der Markt zwar an der frischen Luft stattgefunden hätte, kann er auf dem Marienplatz und den umliegenden Plätzen nicht abgegrenzt werden. Dadurch wäre die Zahl der Gäste und die Einhaltung der 2G-Regel nicht kontrollierbar. Gerade in der Vorweihnachtszeit sei die Münchner Fußgängerzone auch ohne den Christkindlmarkt sehr stark frequentiert. 

Private Christkindlmärkte in der Stadt nicht betroffen 

Auf den privaten Christkindlmärkte, deren Besucherzahl begrenzt werden kann, gilt die 2G plus Regel – also der Zugang ist nur für geimpfte oder genesene Personen mit negativem Schnelltest möglich.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zu den Standlbetreibern
"Mir ist bewusst, wie sehr gerade die Standlbetreiber unter den Auswirkungen der Pandemiemaßnahmen leiden und jetzt nochmal hart getroffen werden. Ich habe deshalb meine Verwaltung gebeten zu prüfen, wie wir hier einen finanziellen Ausgleich schaffen können."