23.06.2021 | Bayern Neue Regel für den Amateur-Fußball: Was jetzt erlaubt ist

EM hin oder her, wer seinem Heimverein zujubeln will, darf das ab jetzt wieder im Stehen. Hier erfahrt ihr, was das Bayerische Kabinett neu entschieden hat.

Foto: Adobe Stock / matimix

Immer mehr Lockerungen gab es bisher im Sport-Bereich - dank der niedrigen Corona-Inzidenzen. Während rund 14.000 Menschen erst kürzlich die Allianz-Arena füllten, durfte bei Amateur Fußballspielen bisher nur von 500 Sitzplätzen aus mitgefiebert werden. 

Jetzt neu: Ab Mittwoch dürfen bis zu 100 Zuschauer ihrem Verein auch von Stehplätzen zuschauen.

Was ihr wissen müsst

Die Besucherobergrenze ist und bleibt bei 500 Personen. Bisher bezog sich das nur auf „fest zugewiesene Sitzplätzen“ der Besucher von „Partien der Freizeitkicker“. Jetzt dürfen von diesen 500 immerhin 100 davon Stehplätze sein, von denen aus unterstützt werden kann.

Finanziell, eine wichtige Entscheidung

„Unterstützt“ ist ein entscheidendes Wort, denn ohne Zuschauer, können Vereine ihre Spiele schwer finanzieren und die wenigsten haben eigene Sitzplätze. Kosten, wie die von Schiedsrichtern beispielsweise werden normalerweise von Eintrittskarten gedeckt.

Genügt die Entscheidung? Begründung und Kritik

Bevor die Entscheidung fiel, gab es deshalb noch viel Kritik. Somit auch die Begründung des Innenministers zuständig für Sport, Joachim Herrmann:

„Nun können auch Amateurvereine ohne feste Sitzplätze unter den strengen Corona-Bedingungen Spiele mit Zuschauereinnahmen finanzieren, auf die sie oft angewiesen sind.“

Er versprach auch seinen Einsatz für eine Erhöhung der Zuschauerzahlen im Freien, wenn die Infektionszahlen sich weiterhin erfreulich entwickeln. Trotzdem, fließt weiter Kritik und Hoffnung auf mehr Zulassungen aus dem Amateurverein Bereich - wie zum Beispiel von Jörg Ammon, Bayerischer Landes-Sportverband (BLSV) Präsident:

„Wir hoffen, dass nun zeitnah weitere Schritte folgen. Darüber hinaus muss jetzt auch die Maskenpflicht auf Sportstätten im Outdoorbereich aufgegeben werden, so wie es in der Schule ja bereits umgesetzt wird.“

Auch Bayerischer Fußball-Verband (BFV) Präsident Rainer Koch, gibt sich nicht zufrieden:

„Es bleibt weiter mühsam und nicht wirklich nachvollziehbar. Die jetzt erfolgte Korrektur ist natürlich zu begrüßen, es ist aber allenfalls eine Etappe, von der Zielgeraden sind wir weiterhin weit entfernt.“

Wie die Regeln sich weiterentwickeln, lässt sich noch sehen, also jetzt erstmal: viel Spaß beim Zuschauen!