13.01.2022 | Bayern Personalmangel in Kitas: Das will der Freistaat tun

Dass wir in Deutschland in vielen Bereichen einen Fachkräftemangel haben, ist kein neues Problem – die Pandemie hat es nur noch sichtbarer gemacht. Vor allem im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe wird das deutlich. Allein in Bayern werden in den nächsten drei Jahren fast 20.000 Fachkräfte fehlen. Was der Freistaat tut, um den Beruf attraktiver zu machen, erfahrt ihr hier.

Foto: Uwe Anspach /dpa

Der Fachkräftemangel in der gesamten Kinder- und Jugendhilfe ist bundesweit groß. Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) geht derzeit davon aus, dass im Freistaat bis zum Jahr 2025 rund 19.400 Fachkräfte fehlen werden. Hinzu kommen noch rund 10.000 fehlende Ergänzungskräfte, die das Problem noch einmal vergrößern.

Was wird gegen den Fachkräftemangel getan?

Zur Gewinnung neuer Fachkräfte insbesondere im Bereich der Kindertagesbetreuung sind verschiedene Maßnahmen nötig, vor allem in der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Dabei arbeitet das Familienministerium eng mit dem Bereich Kultus und Wissenschaft zusammen.

  • Modernisierung der Erzieherausbildung

Ziel ist es, die Ausbildung von Erziehern moderner, kürzer und attraktiver zu gestalten und damit mehr junge Menschen sowie auch Quereinsteiger für diesen sozialen Beruf zu gewinnen.

  • Berufsbegleitende Weiterbildung

Dazu zählen beispielsweise Angebote zur Weiterbildung als „Assistenzkraft in Kindertageseinrichtung“, die landesweite berufsbegleitend konzipierte Weiterbildungsmaßnahme „Ergänzungskraft für Grundschulkindbetreuung“ sowie „Ergänzungskraft für Mini-Kita“ und „Fachkraft mit besonderer Qualifikation in Kindertageseinrichtungen“

Immerhin: Die Zahl der Ausbildungen steigt

Zwar hat es in den letzten Jahren einen Anstieg von Ausbildungen in diesem Bereich gegeben, doch der Bedarf ist weiterhin riesengroß – auch wenn sich die Zahl der Fachkräfte verglichen mit Zahlen von 2006 auf rund 55.000 verdoppelt hat. Diese Zahlen machen dem Ministerium nach eigenen Angaben Hoffnung, dass auch ein weiterer Aufwuchs des Personals in den nächsten Jahren gut gestemmt werden kann.

Was wird noch getan, um die Situation langfristig zu verbessern?

Zurzeit wird laut Ministerium ein Gesamtkonzept zur Fachkräftegewinnung entwickelt, mit dem der Zugang zur Tätigkeit in Kindertageseinrichtungen noch mehr Personen eröffnet wird. Gelingen soll das mit einem „transparenten, modularen, durchlässigen und aufeinander aufbauendes System zur Höherqualifizierung“.