05.03.2021 | Bayern Mit Video! Schnelltest vs. Selbsttest: Die Unterschiede & alle Infos zum Verkaufsstart

​​Lange wurde über Corona-Selbsttests für zuhause diskutiert – schon ab Samstag sollen die ersten Tests beim Discounter Aldi erhältlich sein. In der kommenden Woche folgen dann Drogerien. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Selbsttest und einem Schnelltest? Wir klären auf und zeigen euch im Video, wie ein Selbsttest funktioniert.

Im Rennen um die Erstauslieferung hat Aldi die Konkurrenz überflügelt und stellt noch vor den Drogerien dm und Rossmann die ersten Selbsttests in die Supermarktregale – schon am Samstag soll es soweit sein.

Fünf Euro pro Test

In einem Fünferpack werden die Selbsttests bei Aldi künftig an der Kasse angeboten. Wegen der erwartet hohen Nachfrage soll eine Packung mit fünf Tests 24,99 Euro kosten. Aldi weist aber noch mal darauf hin, dass man sich auch bei einen negativen Ergebnis weiterhin an die gelten Abstands- und Hygieneregeln halten sollte.

Der Unterschied zwischen Selbsttest und Schnelltest

Bei beiden Testarten handelt es sich um Antigen-Tests, sie müssen nicht wie ein PCR-Test noch einmal ins Labor, sondern liefern in kurzer Zeit ein Ergebnis. Der größte Unterschied: Schnelltests müssen von geschultem Personal durchgeführt werden. Dabei wird mit einem langen Stäbchen ein Rachen- oder Nasenabstrich genommen. Anschließend zeigt ein Teststreifen mittels Verfärbung dann nach 15 bis 30 Minuten das Resultat an.

Selbsttests angenehmer und einfacher

Dagegen sind die Selbsttests in der Anwendung deutlich einfacher in der Handhabung - und auch angenehmer. Zwar wird auch hier ein Abstrich genommen - es reicht aber eine Probe aus dem vorderen Nasen-Rachenraum. Es gibt aber auch Spuck- und Gurgeltests - je nach Hersteller. Der größte Vorteil ist allerdings, dass man diesen Test auch einfach bequem von zuhause aus machen kann und - wie bei einem Schwangerschaftstest - nach wenigen Minuten ein Ergebnis hat.

Selbsttest als wichtiger Pandemie-Baustein

Die Selbsttests könnten künftig mehr Sicherheit geben, heißt es aus dem Gesundheitsministerium und ein wichtiger Baustein in der Pandemie werden. Auch in Bezug auf weitere Öffnungen. Um Restaurants, Theater oder Kinos zu betreten, wären Selbsttests direkt vor Ort denkbar - als coronafreie "Eintrittskarte".

Selbsttests decken schnell auf

So ein Test ist zwar immer nur eine Momentaufnahme. Trotzdem ist dieser gut geeignet, um ihn für die breite Masse anzuwenden, weil so potenzielle Ansteckungsherde schnell aufgedeckt werden können.

Was tun, wenn der Test positiv ausfällt:

Liefert der Teststreifen ein positives Ergebnis, muss der Betroffene sofort in Quarantäne und zusätzlich noch einen noch genaueren PCR-Test machen, der das Ergebnis noch einmal bestätigen muss.

Wie sieht es mit den Testkapazitäten aus?

Inzwischen sind sechs Selbsttests von verschiedenen Herstellern für den deutschen Markt zugelassen, weitere sollen noch folgen. Der Bund hat sich bei den Herstellern bereits 200 Millionen dieser Selbsttests gesichert. In der kommenden Woche sollen diese dann flächendeckend in Drogerien, Supermärkten und Apotheken erhältlich sein.

Wie mache ich einen kostenlosen Corona-Schnelltest?

Die kostenlosen Schnelltests sollen ab Montag, den 8. März, durchgeführt werden können. Es gibt drei Kernbereiche, in denen die Schnelltests zum Einsatz kommen sollen: zum einen in Apotheken oder beim Arzt, in Schule oder Kita oder beim Arbeitgeber direkt.

Wie das genau in der Praxis aussehen sollen, dazu gibt es noch einige Unklarheiten. Bis zum Start sollen noch abschließende Beratungen stattfinden. 

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