22.07.2020 | Bayern Schul-Konzept: So geht es in Bayern nach den Sommerferien weiter

Wie geht es in Bayerns Schulen nach den Sommerferien weiter? Kultusminister Piazolo hat heute entsprechende Pläne vorgestellt.

Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat heute auf einer Pressekonferenz über die Planungen für das neue Schuljahr in Bayern vorgestellt. Dabei ging es größenteils um die Personalplanung der Lehrer. 

Das sind die Szenarien:

Zu Beginn des neuen Schuljahres sollen alle Schüler in Bayern wieder im Präsenzunterricht unterrichtet werden. Es sollen aber weiterhin entsprechende Hygienebestimmungen gelten, die sich je nach Corona-Entwicklung gestalten. Einschränkungen soll es weiterhin im Musikunterricht und bei Kontaktsportarten im Sportunterricht geben, so Piazolo.

Sofern das Infektionsgeschehen weiterhin den Mindestabstand von 1,5 Metern erfordert, soll es geteilte Schüler- und Lehrergruppen geben. In diesem Fall würden sich Schüler und Lehrer tage- oder wochenweise mit dem Schulbesuch abwechseln. 

Sollte es regionale Corona-Hotspots geben, würden die Schulen in diesem Bereich geschlossen werden und die Schüler würden wieder von daheim unterrichtet werden. Sofern es zu einem bayernweiten Corona-Ausbruch kommt, würden alle Schulen im Freistaat schließen und die Schüler würden im Home Schooling unterrichtet werden.

So geht es für die Lehrer in Bayern weiter

Alle 4.600 offenen Lehrerstellen sollen im neuen Schuljahr mit ausgebildeten Lehrkräften besetzt werden. Zudem wirbt der Freistaat bei Abiturienten ein Lehramtstudium zu beginnen. 

Schwangere Lehrkräfte oder Lehrkräfte mit Vorerkrankungen sollen besonders geschützt werden und werden vorerst nicht im Präsenzunterricht eingesetzt und sollen stattdessen andere Aufgaben wie die Korrektur von Arbeiten oder Vorbereitungen für andere Kollegen übernehmen. 

Zudem wirbt der Freistaat um sogenannte "Team-Lehrkräfte". Laut Piazolo können das Studierende werden, welche die 1. und 2. Staatsprüfung bestanden haben oder einen einschlägigen Hochschulabschluss haben. Diese "Team-Lehrkräfte" sollen dann zusammen mit den Stammlehrkräften den Unterricht durchführen. Dieses Sonderprogramm ist für ein Jahr aufgelegt. Dafür wurden 30 Millionen Euro bereitgestellt.