04.08.2022 | Bayern Sonderstatus: Bayern will an späten Sommerferien festhalten

Als letztes der 16 Bundesländer geht Bayern jedes Jahr in die Sommerferien - und das soll so bleiben. Warum Bayern an seinem Sonderstatus festhalten will und womit dieser zusammenhängt, haben wir für euch zusammengefasst.

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Trotz massiver Kritik aus den meisten anderen Bundesländern will Bayern im Streit um die Termine für die Sommerferien nicht einknicken. Mindestens bis zum Jahr 2030 bleibt es übrigens bei den späten Sommerferien in Bayern.

"Wir bleiben bei unseren Ferienterminen. Das hat sich so bewährt und das ist in der bayerischen Kultur fest verankert", 

sagte Ministerpräsident Markus Söder.

Bayerns Sonderstatus

Söder begründet die bayerische Haltung mit dem Erhalt des über Jahrzehnte gewachsenen Ferienrhythmus'.

"Sonst müssten wir vielleicht unsere Pfingstferien verändern und die sind den Bayern sehr wichtig. Und obwohl wir mit die meisten Feiertage haben, erbringen unsere Schüler mit die besten Ergebnisse."
 Ferienrhythmus seit Jahrzehnten gewachsen

Die Regelung stammt aus 1964 und ist damit über 55 Jahre alt. Der Grund damals war, dass Kinder in landwirtschaftlich geprägten Bundesländern - also vor allem Bayern und Baden-Württemberg - im Spätsommer bei der Ernte helfen mussten. In diese Zeit die Ferien zu legen, war also nur logisch. Heute? Da wird mit den Pfingstferien argumentiert.

Vor- und Nachteile

Dass Bayern und Baden-Württemberg immer den letzten Ferientermin für sich beanspruchen und damit durchkommen, ruft im Rest der Republik Unmut hervor. Denn einige finden es zum Beispiel ungerecht, dass Familien aus diesen beiden Bundesländern, bei ihren Urlaubsreisen teilweise schon von den günstigeren Preisen der Nebensaison profitieren. 

Wer schon im Juni in die Sommerferien startet, beschwert sich darüber, dass der Zeitraum zwischen Weihnachts- und Sommerferien vergleichsweise kurz ausfällt. Dadurch seien für Schüler Prüfungstermine eng getaktet. 

Andererseits können die späten Sommerferien aber auch ein Nachteil sein. Bayerns Schüler verpassen im Juli die heißeste Zeit des Jahres. Außerdem können sie sich bei den oftmals hohen Temperaturen bis zu 40 Grad auch nicht mehr so gut aufs Lernen konzentrieren. 

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