11.05.2022 | Bayern Tragischer Vorfall: Landwirt lässt seine Rinder verdursten

Ein 62-jähriger Landwirt hat auf seinem Hof im Landkreis Amberg-Sulzbach in der Oberpfalz für großes Entsetzen gesorgt. 20 Rinder sollen dort ums Leben gekommen sein - und das aufgrund von fehlender Sorge um die Tiere. Was genau in Amberg passiert ist, lest ihr hier.

Foto: Oliver Dietze/dpa

In der Oberpfalz hat ein Landwirt 20 seiner Rinder verenden lassen. Die Tiere sind offenbar mehrere Monate lang nicht ausreichend mit Futter und Wasser versorgt worden, wie das Landratsamt in Amberg am Dienstag, den 10. Mai 2022,  berichtete. Möglicherweise seien gesundheitliche Probleme des Bauern der Grund gewesen.

Bauer ist Schuld für den Tod der Tiere

Nach Angaben der Kreisbehörde hatte die Schwester des 62 Jahre alten Landwirts die toten Tiere am Abend des 30. April im Stall gefunden. Am nächsten Tag erschien sie zusammen mit ihrem Bruder bei der Polizei in Sulzbach-Rosenberg, wo der Bauer Selbstanzeige stellte. Die Veterinärbehörde fand neben den 20 Kadavern auch noch drei Kühe, die in den Folgetagen getötet werden mussten. Drei weitere Tiere werden bei einem anderen Landwirt weiter medizinisch versorgt.

Psychische Probleme? Landwirt nun in Behandlung

Der Bauer wies bei der Polizei auf seinen schlechten Gesundheitszustand hin. Nach Angaben des Landratsamtes befindet er sich in fachärztlicher Behandlung. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit untersucht nun die Todesumstände der Kühe.

Ermittlungen laufen

Die Polizei bereitet ein Verfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz vor, das Veterinäramt will ein Tierhalteverbot gegen den Mann erwirken. In der Vergangenheit hatte die Behörde bei dem Bauern nur kleinere Mängel bezüglich der Rinderhaltung festgestellt.

Das könnte euch auch interessieren: