11.08.2020 | Bayern Trotz Corona: So sollen die Christkindl-Märkte in diesem Jahr stattfinden

Die Christkindl-Märkte sollen trotz der Corona-Pandemie in Bayern in diesem Jahr stattfinden - es gelten aber gewisse Auflagen.

Foto: David Schwarz/dpa

Während in Bayern der Hochsommer im vollem Gange ist, bereiten sich die ersten Städte bereits auf die Christkindlmarkt-Saison vor. Trotz Corona sollen viele Weihnachtsmärkte in diesem Jahr stattfinden - natürlich immer abhängig vom zukünftigen Infektionsgeschehen. 

Christkindlesmarkt in Nürnberg soll stattfinden

So soll der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg in diesem Jahr stattfinden. Die ersten Vorbereitungen laufen bereits. "Aber natürlich wissen wir noch nicht, wie er am Ende aussehen wird", sagte Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg. 

Die größte Herausforderung sei es, die Besucherströme zu lenken. Dabei soll es in Nürnberg ein sogenanntes Einbahnstraßen-System geben, wobei die Laufrichtung mit Pfeilen vorgegeben ist. Essen und Trinken soll es nur zum Mitnehmen geben. Einen ersten Versuch der geplanten Maßnahmen soll es zum Nürnberger Herbstfest geben.

Christkindlmarkt in München noch unklar

Ob der Christkindlmarkt auf dem Münchner Marienplatz heuer stattfinden kann, ist noch unklar. Eine Sprecherin aus dem Wirtschaftsreferat konnte hierzu noch keine Prognose abgeben.

Verschiedene Konzepte in Augsburg

Die Stadt Augsburg entwickelt derzeit verschiedene Konzepte wie der Christkindlesmarkt in diesem Jahr unter sicheren Bedingungen stattfinden kann. Alle Ideen würden demnach darauf hinauslaufen, "dass die Stände auf möglichst viele Plätze in der Innenstadt verteilt werden", teilte ein Sprecher der Stadt mit. Ob und wie viele Glühweinstände in diesem Jahr aufgebaut werden, konnte man noch nicht sagen. Gerade an den Ständen besteht ein hohes Risiko von größeren Menschenansammlungen. 

Aiwanger für Öffnung der Christkindlmärkte

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat sich für die Öffnung von Christkindlmärkten ausgesprochen. "Gerade für den innerstädtischen Handel und die Gastronomie haben die Märkte eine wichtige Magnetwirkung und bringen Laufkundschaft.", so Aiwanger gegenüber der dpa. 

Laut der aktuellen Infektionsschutz-Verordnung sind Wochenmärkte, Flohmärkte und traditionelle Kunst- und Handwerkermärkte bereits wieder erlaubt. Hier gilt derzeit die Maskenpflicht und die Einhaltung von 1,5 Metern Sicherheitsabstand.