26.05.2021 | Bayern Überraschende Wende: Impfkommission empfiehlt Impfung wohl nicht für alle Kinder

Die Bundesregierung ist dafür und die Stiko dagegen... Es geht um die Corona-Impfempfehlung für Kinder. Bei chronisch Kranken soll sie aber kommen. Was ihr jetzt wissen müsst, erfahrt ihr hier.

Foto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Eigentlich will die Bundesregierung Kinder und Jugendliche so bald wie möglich impfen. In Bayern beginnt das neue Schuljahr im September. Trotzdem sollen so bald wie möglich auch Schüler:innen geimpft werden.

Stiko ist dagegen

Dagegen hat sich allerdings die Stiko, die Ständige Impfkommission, ausgesprochen. Im Moment tendiert sie dazu, keine Impfempfehlung für 12- bis 15-jährige Kinder herauszugeben. Grund dafür ist, laut Kommissionsmitglied Rüdiger von Kries, das unklare Risiko einer Corona Impfung bei Kindern. Es gebe momentan zu wenig Informationen, was die Nebenwirkungen angeht, so von Kries.

Was will die Bundesregierung?

Dagegen wollen die Gesundheitsminister Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren schon bis Ende August, also anfangs des neuen Schuljahres ein Impfangebot machen. Darüber beraten am Donnerstag auch Angela Merkel und die Ministerpräsidenten. Der Hersteller des Impfstoffes Biontech/Pfizer hat bei der europäischen Arzneimittelbehörde schon eine Zulassung seines Impfstoffes für Kinder beantragt. Die Stiko kann dazu aber nochmal eigene Empfehlungen abgeben.

Abwägung bei Impfungen

Eine Empfehlung wird es aber geben: 12- bis 15-jährigen Kindern mit einer chronischen Erkrankung empfiehlt die Stiko eine Corona Impfung. Der Grund dafür ist, dass eine mögliche Erkrankung an Corona ein höheres Risiko darstelle als eine Impfung dagegen. Die Stiko wird dafür eine Liste erstellen, bei welchen Krankheiten sie eine Impfung für notwendig hält.

Priorisierung für Kinder

Kinder, die diese Krankheiten haben, sollen dann zuerst geimpft werden. Wenn die Priorisierung aufgehoben wird, können Eltern ihren Kindern dann auch ohne diese Risikofaktoren impfen lassen.

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