18.05.2022 | Bayern Unehrliche Finder: Kids gehen mit tausenden Euro auf Shopping-Tour

In Oberbayern haben sich gleich mehrere Jugendliche an knapp 15.000 Euro bedient. Alle Hintergründe dazu erfahrt ihr hier.

Foto: Patrick Pleul/dpa

14 900 Euro einfach so mitgenommen und anschließend damit auf Einkaufstour gegangen: Das haben sich mehrere Jugendliche aus dem oberbayerischen Oberhaching  geleistet und sich als ziemlich unehrliche Finder herausgestellt. 

Die Aktentasche

Los ging die ganze Geschichte Anfang Mai, als ein 13-jähriger Junge in Oberhaching eine herrenlose Aktentasche an einem Bahnsteig gefunden hat. Darin entdeckte er ein Kuvert mit dem Geld. Doch statt den Fund bei der Polizei zu melden, behielt der Junge das Bündel Geldscheine und hat stattdessen seinen Schulfreunden davon erzählt.

Plan ausgeheckt

Gemeinsam haben die Kids beschlossen, sich was zu gönnen und mit dem Geld unter anderem Schmuck, Kleidung, hochwertiges Essen und sogar einen E-Roller gekauft. 

Aufgeflogen

Nach einigen Tagen ist den Eltern laut Polizei schließlich aufgefallen, dass ihre Sprösslinge deutlich über ihre Verhältnisse leben. Die jugendlichen Langfinger wurden zur Rede gestellt und haben dabei alles zugegeben.

Geld fand seinen Besitzer

Ein Großteil der Einkäufe konnten Eltern und Kinder zurückgeben. Allerdings hat am Ende ein Betrag von mehr als 1000 Euro gefehlt, den die Eltern laut Polizei selbst aufgebracht haben. Gleichzeitig konnten die Beamten den rechtmäßigen Besitzer des Geldes ausfindig machen, einen 62-Jährigen aus Sauerlach. 

Wegen ihres Alters - alle unter 14 - können die Kinder strafrechtlich zwar nicht belangt werden. Die Bundespolizei will aber alle zu einem klärenden Gespräch einladen. 

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