16.11.2020 | Bayern Unterricht trotz schulfrei: Das fordert der bayerische Elternverband

Am Buß- und Bettag (in diesem Jahr am 18. November) haben alle bayerischen Schülerinnen und Schüler unterrichtsfrei. Der bayerische Elternverband sieht das in der aktuellen Lage als unangebracht an und bringt einen Gegenvorschlag.

Foto: Uli Deck/dpa

Buß- und Bettag ist bayernweit schon seit 25 Jahren kein gesetzlicher Feiertag mehr. Laut dem bayerischen Feiertagsgesetz ist der Buß- und Bettag (in diesem Jahr am 18. November) trotzdem ein schulfreier Tag in Bayern. Der bayerische Elternverband hat dafür gerade in Corona-Zeiten kein Verständnis.

Betreuungsangebot gefordert

"Die Tage sollten nicht verschenkt werden", sagte die stellvertretende Landesvorsitzende Henrike Paede. Zu viele Schulstunden seien heuer pandemiebedingt schon ausgefallen. Da solle der Unterricht wenigstens am Buß- und Bettag stattfinden, der seit 25 Jahren schon kein gesetzlicher Feiertag mehr in Bayern ist. 

Der bayerische Elternverband rät betroffenen Eltern, die ihre Kinderbetreuung an diesem Tag nicht sicherstellen können, mit dem jeweiligen Elternbeirat zu sprechen und Betreuungsangebote zu organisieren. So soll Druck auf die Schulen entstehen auch an diesem Tag eine Betreuung oder Unterricht zu gewährleisten, möglicherweise auch in Kooperation mit Nachbarschulen.

Auch einige Kindertagesstätten sind am Mittwoch geschlossen, jedoch nur im Rahmen der gesetzlich möglichen Schließtage. Ansonsten haben diese Einrichtungen regulär geöffnet. 

Das gilt für Arbeitnehmer

Evangelischen Arbeitnehmern steht es frei am Buß- und Bettag der Arbeit fernzubleiben. In diesem Fall muss jedoch ein etwaiger Lohnausfall in Kauf genommen werden.