13.03.2018 | Bayern Wegen Grippewelle: Blutreserven werden knapp - dringend Spender gesucht

Die anhaltende Grippewelle in Bayern hat jetzt neue - gefährliche Konsequenzen. Die Blutversorgung in den Krankenhäusern ist in Gefahr – denn die Zahl der Spender ist in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen.

  • <p>Hier gibt's alle Infos rund um das Thema Blutspende für euch...&nbsp;</p>

    Hier gibt's alle Infos rund um das Thema Blutspende für euch... 

    Guido Rehme/BRK
  • <p>Fakt 1</p><p>Blut spenden darf man ab 18 und bis 68 Jahre - ist man regelmäßiger Blutspender, darf man sogar bis 72 Jahre Blut spenden!</p>

    Fakt 1

    Blut spenden darf man ab 18 und bis 68 Jahre - ist man regelmäßiger Blutspender, darf man sogar bis 72 Jahre Blut spenden!

    Arno Burgi/dpa
  • <p>Fakt 2</p><p>Frauen dürfen aufgrund der Menstruation maximal vier Mal im Jahr spenden, Männer sechs Mal.</p>

    Fakt 2

    Frauen dürfen aufgrund der Menstruation maximal vier Mal im Jahr spenden, Männer sechs Mal.

    Patrick Pleul/dpa
  • <p>Fakt 3</p><p>Zwischen zwei Vollblutspenden müssen mindestens 56 Tage, also zwei Monate, liegen.</p>

    Fakt 3

    Zwischen zwei Vollblutspenden müssen mindestens 56 Tage, also zwei Monate, liegen.

    Patrick Seeger/dpa
  • <p>Fakt 4</p><p>Jährlich spenden die Deutschen 2,35 Millionen Liter Blut.</p>

    Fakt 4

    Jährlich spenden die Deutschen 2,35 Millionen Liter Blut.

    Bernd Wüstneck/dpa
  • <p>Fakt 5</p><p>Die meist&nbsp;verbreitete Blutgruppe ist A+ mit 37 Prozent. Die seltenste ist übrigens AB- mit nur 1 Prozent!</p>

    Fakt 5

    Die meist verbreitete Blutgruppe ist A+ mit 37 Prozent. Die seltenste ist übrigens AB- mit nur 1 Prozent!

    Bernd Wüstneck/dpa
  • <p>Fakt 6</p><p>Die begehrteste ist Blutgruppe 0! Der Grund: Blutgruppe 0 ist vielfältig einsetzbar, denn sie kann allen anderen Gruppen gegeben werden.</p>

    Fakt 6

    Die begehrteste ist Blutgruppe 0! Der Grund: Blutgruppe 0 ist vielfältig einsetzbar, denn sie kann allen anderen Gruppen gegeben werden.

    Bernd Wüstneck/dpa
  • <p>Fakt 7</p><p>33 Prozent aller Deutschen könnten spenden - nur 3 Prozent tun es aber.</p>

    Fakt 7

    33 Prozent aller Deutschen könnten spenden - nur 3 Prozent tun es aber.

    Bernd Wüstneck/dpa
  • <p>Fakt 8</p><p>Bei einer Blutspende werden 500 Milliliter Blut abgenommen. Was viele nicht wissen: Ein halber Liter Blut ist knapp 124 Euro wert!</p>

    Fakt 8

    Bei einer Blutspende werden 500 Milliliter Blut abgenommen. Was viele nicht wissen: Ein halber Liter Blut ist knapp 124 Euro wert!

    Paul Zinken/dpa
  • <p>Fakt 9</p><p>Drei Viertel aller Blutspender verzichten auf Bezahlung.</p>

    Fakt 9

    Drei Viertel aller Blutspender verzichten auf Bezahlung.

    Sonja Marzoner/dpa
  • <p>Fakt 10</p><p>Durch den Körper fließen durchschnittlich zwischen fünf und sechs Liter Blut. <br>Theoretisch bedenkenlos können 1,5 Liter Blut abgenommen werden - alles darüber ist kritisch. <br>Ab einem Blutverlust von 20 Prozent droht ein Schock!</p>

    Fakt 10

    Durch den Körper fließen durchschnittlich zwischen fünf und sechs Liter Blut.
    Theoretisch bedenkenlos können 1,5 Liter Blut abgenommen werden - alles darüber ist kritisch.
    Ab einem Blutverlust von 20 Prozent droht ein Schock!

    Patrick Pleul/dpa

Die Blut-Reserven in den Städten wie München oder Regensburg werden weniger, weil Menschen mit Grippe Medikamente nehmen und deswegen kein Blut spenden dürfen. Deswegen bittet der Deutsche Blutspendedienst alle Gesunden Menschen in Bayern zum nächsten Spendetermin zu gehen.

Wie läuft eine Blutspende ab? 

Der erste Schritt ist die Anmeldung. Dort werden zuerst die persönlichen Daten geprüft. Hierfür werden der Blutspendeausweis (sofern bereits vorhanden) oder der Personalausweis benötigt. Danach muss ein Fragebogen bezüglich der gesundheitlichen Vorgeschichte ausgefüllt werden.

Im zweiten Schritt kommt die ärztliche Untersuchung. Es werden Blutdruck, Puls und Körpertemperatur gemessen. Nach Überprüfung der Kreislauffunktionen wird mit dem Arzt der zuvor ausgefüllte Fragebogen besprochen. Der Arzt entscheidet dann, ob Blut gespendet werden darf.

Danach wird der Hämoglobintest durchgeführt. Das Labor ermittelt den Hämoglobingehalt (Blutfarbstoff) des potenziellen Spenders. Ein reduzierter Hämoglobingehalt zeigt Blutarmut an, wodurch man als potentieller Blutspender ausfällt. Bei Erstspendern findet hierbei auch eine erste Blutgruppenbestimmung im Schnelltest statt.

Hier Blutspende-Termin in deiner Nähe checken:

Blutspendetermine des BRK

Der nächste Schritt ist nun die Blutspende selbst. Ausgebildetes Fachpersonal führt die Blutentnahme durch. Das Blutspenden selbst dauert ungefähr zehn Minuten. Der Einstich wird verschlossen. Das entnommene Blut ersetzt der Körper innerhalb weniger Tage.

Nach der Spende ist es wichtig, eine Ruhepause einzulegen. Danach sollte der Spender noch etwas essen und reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen. Als Dankeschön für die Spende erhält man noch ein kleines Geschenk.

Spender, die innerhalb von 12 Monaten viermal und Spenderinnen, die innerhalb von 12 Monaten dreimal ihr Blut gespendet haben, erhalten einen kostenlosen Gesundheitscheck. Jeder Spender, der einen Erstspender motiviert und zur Blutspende mitbringt, erhält diesen Check ebenfalls.

Erstspender erhalten nach einigen Wochen per Post ihren national gültigen Blutspendeausweis, in dem folgende wichtigen Daten eingetragen sind: die genaue Blutgruppe mit Rhesusfaktor, Rhesusformel und Kellfaktor.

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