09.11.2015 | Bayernreporter Absturzgefährdeter Fels in Waischenfeld

Hoch oben im Wald in der Vorstadt von Waischenfeld in Oberfranken in der Fränkischen Schweiz da liegt er: Ein riesiger Felsblock - auch Richard-Wagner-Fels genannt. In dreißig Meter Höhe ragt der 350 Tonnen Koloss über die Kante Richtung Abgrund. Um den Fels zu sichern ist jetzt eine Spezialfirma angerückt.

Bis jetzt gab es nur ein Steinschlagnetz unterhalb des Felsens. Wer jetzt aber rauf schaut, den beschleicht ein Mulmiges Gefühl im Schatten dieses Brockens. Nachdem Experten den Zustand des Richard-Wagner-Felsen für kritisch erklärt haben, wird dieser nun gesichert. Hierfür ist die Spezialtiefbaufirma Eberhardt aus Straubing engagiert worden. Jetzt läuft die Sicherungsaktion. Der Industriekletterer Christoph Rieser erklärt den Plan. Die Beiden seilen sich an der Wand ab und treiben mit der Bohrmaschine klassische Anker in den Felsen. Mit Stahlseilen wird der Koloss so dann temporär gesichert. Das ist der erste und wichtigste Schritt. Der Einsatz wird insgesamt zwei bis drei Wochen dauern.

Was ist nun aber die große Gefahr, die von diesem Felsblock ausgeht? Christoph Rieser:„ Der Fels könnte irgendwann im Laufe der Zeit kippen, dann die Häuser mitnehmen und auf die Straße einschlagen.“ Betroffen sind zwei Wohnhäuser mit insgesamt 15 Anwohnern. Aus Sicherheitsgründen wird es während der Arbeiten auch Evakuierungen geben. Eine ältere Dame unten im Haus reagiert gelassen: "An dem Tag, an dem der Fels angebohrt wird und ich mit meinem Mann ausquartiert werde, fahren wir einfach irgendwohin und machen uns einen schönen Tag."

Bayernreporter zum Nachhören

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