23.07.2019 | Bayernreporter Aktion Austrittstelefon: Bistum Regensburg schaltet Hotline

Knapp 216.000 Menschen sind im vergangenen Jahr bundesweit aus der katholischen Kirche ausgetreten. Das Bistum Regensburg möchte wissen, warum die Menschen die Kirche verlassen und startet das Austrittstelefon.

Am Freitag (19.07.) gab es die aktuellen Kirchenaustrittszahlen. Insgesamt 216.000 Menschen sind bundesweit aus der katholischen Kirche ausgetreten, allein in Bayern mehr als 64.000. Das Bistum Regensburg hat zwar prozentual am wenigsten Austritte zu verzeichnen, aber auch dort haben im vergangenen Jahr 0,7 Prozent der Katholiken die Kirche verlassen. Das Bistum reagiert jetzt mit der Aktion Austrittstelefon.

Das Regensburger Bistum bedauert jeden einzelnen Austritt und bietet bis 31. August ein Gesprächsangebot an. Gedacht ist es für alle, die gerade über einen Austritt nachdenken oder ansonsten Gesprächsbedarf haben. Das Ganze läuft anonym und unverbindlich. Mehrere Vertreter des Bistums stehen zu Gesprächen zur Verfügung, wie bei der Beichte stehen sie unter Verschwiegenheitspflicht. Der Grund für die Aktion: Allein im Bistum Regensburg sind im vergangenen Jahr 8.321 Katholikinnen und Katholiken aus der Kirche ausgetreten.

Wie erreiche die Kirchen-Ansprechpartner?

Das Bistum teilt mit: Personen, die sich mit dem Gedanken eines Austritts tragen, sind herzlich eingeladen, anzurufen. Einer der Ansprechpartner ist Diakon Michael Weißmann aus Regensburg. Er leitet die Caritas im Bistum Regensburg.

Aufgrund seiner Erfahrungen in der Klinikseelsorge und einer eigenen Gesprächsausbildung im Rahmen der Eheberatung hat er bereits in den vergangenen Jahren im Rahmen der Aktion Austrittstelefon viele gute Erfahrungen gemacht. Weißmanns Kontakt sowie weitere in der Region finden Interessierte hier.