27.03.2019 | Bayernreporter Ammoniak-Austritt in Straubing: Mindestens 14 Menschen verletzt

Eine beschädigte Ammoniak-Leitung am Straubinger Eisstadion sorgte heute Morgen für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Durch das giftige Gas wurden 14 Menschen verletzt.

Foto: Christoph Urban/Straubinger Tagblatt/dpa

Durch den Austritt von Ammoniak am Eisstadion in Straubing wurden heute 14 Menschen verletzt. Ursprünglich sprach die Polizei von mehr als 60 Verletzen, diese Zahl wurde aber anschließend wieder korrigiert. Der Großteil der Verletzten waren Einsatzkräfte und Mitarbeiter des Eisstadion, die direkt vor Ort waren.

Bei Bauarbeiten am Eisstadion soll durch die Vibration der Baumaschinen eine Ammoniak-Leitung beschädigt wurden sein. Das kaputte Ventil wurde aber inzwischen repariert. Vereinzelt tritt aber noch Gas aus. Derzeit ist eine Spezialfirma im Einsatz, die sich um die Reinigung der Leitungen kümmert.

Kurz nach dem Gasaustritt wurden am Vormittag 130 Anwohner und 118 Schüler evakuiert. Etliche klagten über gereizte Augen oder Atemwegsbeschwerden. Zur Sicherheit wurden diese für Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht. 

Ammoniak wird in der Eishalle als Kühlmittel eingesetzt. Beim Einatmen hoher Konzentrationen von Ammoniak besteht Lebensgefahr. Anwohner in Straubing werden deshalb gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Bürgertelefon

Für Rückfragen hat die Stadt Straubing ein Bürgertelefon eingerichtet: 09421/97168222