03.02.2016 | Bayernreporter Biber nagen im Landesgartenschau-Gelände in Kronach

Ein großes Loch im Stamm, Holzspäne am Boden und Bisspuren im hellen Holz lassen keinen Zweifel: Hier nagt der Biber. Und ausgerechnet auf das Filetstück des Landesgartenschaugeländes Kronach hat der jetzt Appetit.

  • Die gewaltige Weide ist angefressen - der Biber zieht die Rinde ab, da bleiben Fäden stehen.

  • Bis jetzt besteht noch keine Gefahr, dass der Baum umfällt. Weil die Rinde nicht komplett abgenagt ist, kann der Baum sich wieder erholen.

  • Karl-Heinz Selk, der Biberbeauftragte vom Landratsamt in Kronach, zeigt uns ein Biberfell und ein Bibergebiss.

  • Ein älterer Stamm, den der Bieber vor längerer Zeit abgenagt hat.

  • Auf dem Gelände steht eine "Bibertafel" mit Infos für alle Spaziergänger.

  • Der Stamm dieses Baumes ist mit Maschendrahtzaun geschützt, damit der Bieber nicht dran kann.

Die gewaltige Weide ist angefressen, steht am Flussufer neben der Statue „Die Dicke“. Sofort beim Betreten des Landesgartenschau-Geländes in Kronach fällt einem die Nagerattacke auf.

Karl-Heinz Selk, der Biberbeauftragte in Kronach, erklärt den Speiseplan: „Der Biber zieht die Rinde ab, da bleiben Fäden stehen.“ Außerdem erkennt der Experte deutliche Bisspuren in dem hellen Holzbereich und in der abgenagten Rinde. Bis jetzt besteht noch keine Gefahr, dass der Baum umfällt. Weil die Rinde nicht komplett abgenagt ist, kann der Baum sich wieder erholen. Erst wenn der Biber nochmal mit seinen Zähnen zuschlägt, gibt’s kaum noch eine Baumrettung.

In Kronach gibt es Biber seit 2007. Die Tiere hielten sich hauptsächlich im hinteren Teil des LGS-Geländes auf. Für Karl-Heinz Selk war es nur eine Frage der Zeit, bis es soweit kommt, schließlich hat er ja auch seine Burg, sein Zuhause ganz in der Nähe.