11.07.2019 | Bayernreporter Fehlerhafte Angaben: Bräustüberl Tegernsee klagt gegen Google

Das Herzogliche Bräustüberl Tegernsee fühlt sich vom Internetkonzern Google benachteiligt und hat jetzt Klage eingereicht. Der Grund: Google zeigt in seinen Suchergebnissen für das Bräustüberl eine irreführende Angabe bei den Öffnungszeiten.

Foto: Bräustüberl Tegernsee/Presse

Der Internetkonzern Google bietet mit seiner Suchmaschine einen Dienst, der für viele Menschen unverzichtbar geworden ist. Sucht man nach einem Unternehmen oder einer Institution werden neben der Adresse, auch meist die jeweiligen Öffnungszeiten und die derzeitige, durchschnittliche Auslastung angezeigt. Genau über dieses Feature ärgert sich der Betreiber Peter Hubert vom Bräustüberl Tegernsee, weil die Auslastung für sein Wirtshaus seit Wochen falsch angezeigt wird.

Egal ob unter der Woche, am Wochenende, in der Hauptsaison oder auch wenn weniger los ist, bei Google wird für das Bräustüberl stets der Hinweis "stark besucht" mit "Wartezeiten" von einer Stunde und mehr angezeigt. Für das Bräustüberl ist so eine Information natürlich geschäftsschädigend, da diese potentielle Kunden vom Besuch abhalten könnte. Wirt Peter Hubert hat aus diesem Grund schon mehrfach versucht mit Google telefonisch ein klärendes Gespräch zu führen - bisher vergeblich. 

Google selbst verweist auf seinen Algorithmus und gibt an keinen Einfluss auf diese Daten zu haben. Auch ein Abmahnschreiben des Anwalts vom Wirt blieb erfolglos und wurde von der Post gar nicht zugestellt. Der Grund: Die Post wirft in der Firmenzentrale von Google Deutschland in Hamburg keine Briefe ein.

Nun muss vor dem Landgericht München geklärt werden, ob ein Gerichtsvollzieher die Klageschrift persönlich überbringen muss. Die Verhandlung ist für den 28. August 2019 angesetzt.