13.01.2018 | Bayernreporter Die Flecklasmänner peitschen durch Hilpoltstein

Der Brauch vom „Flecklasmo“ ist schon gut 400 Jahre alt und in Hilpoltstein wird er wieder ganz traditionell gefeiert. Am Sonntag (14.01.2018) sind die Flecklasmänner und -frauen bei ihrem Brauchtumsumzug in Hilpoltstein zu bestaunen.

  • <p>Der Brauch vom „Flecklasmo“ ist schon gut 400 Jahre alt.</p>

    Der Brauch vom „Flecklasmo“ ist schon gut 400 Jahre alt.

  • <p>In Hilpoltstein wird er am Sonntag (14.1.2018)&nbsp;wieder traditionell gefeiert.</p>

    In Hilpoltstein wird er am Sonntag (14.1.2018) wieder traditionell gefeiert.

  • <p>Zusammen mit anderen Brauchtumsgruppen aus der ganzen Region ziehen die Hilpoltsteiner Flecklasmänner und-frauen durch die Stadt.</p>

    Zusammen mit anderen Brauchtumsgruppen aus der ganzen Region ziehen die Hilpoltsteiner Flecklasmänner und-frauen durch die Stadt.

  • <p>Dabei treiben sie auch den Löll – ihren Strohbären – wieder vor sich her.&nbsp;Er verkörpert das Böse.</p>

    Dabei treiben sie auch den Löll – ihren Strohbären – wieder vor sich her. Er verkörpert das Böse.

  • <p>Bei dem Umzug in Hilpoltstein wird, so wie es der Brauch will, der Winter und das Böse ausgetrieben.</p>

    Bei dem Umzug in Hilpoltstein wird, so wie es der Brauch will, der Winter und das Böse ausgetrieben.

  • <p>Die Gewänder der Umzugsteilnehmer sind liebevoll angefertigt, sie tragen&nbsp;kunstvoll geschnitzte Holzmasken, die sogenannten Larven.</p>

    Die Gewänder der Umzugsteilnehmer sind liebevoll angefertigt, sie tragen kunstvoll geschnitzte Holzmasken, die sogenannten Larven.

  • <p>In Schulen geben die Flecklasmänner&nbsp;Brauchtumsunterricht.</p>

    In Schulen geben die Flecklasmänner Brauchtumsunterricht.

  • <p>Dabei erfahren die Schüler&nbsp;mehr über den Brauch&nbsp;des Winteraustreibens.</p>

    Dabei erfahren die Schüler mehr über den Brauch des Winteraustreibens.

Dass überhaupt so eindrucksvoll gefeiert werden kann, dafür sorgt vor allem Katrin Schade. Sie schnitzt die kunstvollen Holzmasken, die sogenannten Larven, und schneidert die Gewänder. Am Sonntag (14.01.2018) sind die Flecklasmänner und -frauen bei ihrem Brauchtumsumzug in Hilpoltstein zu bestaunen.

Über ihren Vater ist Katrin Schade auf die Tradition der Flecklasmänner gekommen. Er zeigte ihr auch, wie man die Larven schnitzt. Irgendwann packte sie dann das Interesse und zusammen mit ihrem Mann recherchierte sie, was es genau mit dem Brauch auf sich hat. Die Flecklasmänner – in Hilpoltstein verbargen sich übrigens immer auch Frauen unter den Gewändern – treiben den Winter und das Böse aus.

Flecklasmänner treiben auch wieder den Löll 

Auch dass die Flecklasmänner heute wieder ihre originalen Gewänder tragen, ist maßgeblich Katrin Schade zu verdanken. Nach dem Krieg wurden die Gewänder mit Stofffetzen geflickt. Dabei waren ursprünglich rote Rauten aus Filz auf die Gewänder genäht. Schade näht die Gewänder auf der Basis von alten Fotos. „Für ein Gewand muss ich rund 2.000 kleine rote Rauten ausschneiden und aufnähen“, erzählt Katrin Schade. Eine Heidenarbeit, aber sie lohnt sich!

Zusammen mit anderen Brauchtumsgruppen aus der ganzen Region ziehen die Hilpoltsteiner Flecklasmänner und-frauen am Sonntagnachmittag durch die Stadt. Dabei treiben sie auch den Löll – ihren Strohbären – wieder vor sich her. Er verkörpert das Böse und wurde 1793 vom Bistum Eichstätt verboten. Die Hilpoltsteiner Fleklasmänner- und frauen gehen auch in Schulen, um über sich und allgemein von der Tradition des Winteraustreibens zu erzählen.