19.02.2020 | Bayernreporter Drogen-Verdacht gegen Münchner Polizisten: 8 Beamte suspendiert

Münchner Polizisten sollen in Drogengeschäfte verwickelt sein. Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt ermitteln gegen acht Beamte. Nach kurzen Aufenthalten im Gefängnis sind sie wieder auf freiem Fuß - vom Dienst bleiben sie aber suspendiert.

Foto: Sven Hoppe/dpa

Im Zusammenhang mit Drogengeschäften ermitteln Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt gegen acht Münchner Polizisten. Am Dienstag (18.02.), im Januar sowie im Dezember 2018 habe es Durchsuchungen in Wohnungen und an Arbeitsplätzen der Beamten des Polizeipräsidiums München gegeben, teilten die Ermittler mit.

Polizisten wurden vom Dienst suspendiert

Die Beamten wurden vorübergehend festgenommen und befragt, sind aber inzwischen alle wieder auf freiem Fuß. Sie seien vom Dienst suspendiert, sagte ein Sprecher des Münchner Präsidiums.

Mindestens zwei Polizisten sollen auch Drogen genommen haben

Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, hatte ein festgenommener mutmaßlicher Rauschgifthändler im Jahr 2018 zwei der Polizisten beschuldigt, mit Kokain und Haschisch in Kontakt gewesen zu sein. Im Rahmen monatelanger Ermittlungen - unter anderem durch die Auswertung von Handys - gerieten sechs weitere Beamte ins Visier ihrer Kollegen. Mindestens zwei der nun verdächtigen Polizisten haben die Drogen auch genommen.

Ermittelt werde wegen des Verdachts von mehreren Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, teilte das Landeskriminalamt mit. Wie genau die acht Männer von fünf Dienststellen des Präsidiums an den ihnen vorgeworfenen Taten beteiligt sind, müsse nun herausgefunden werden.