15.03.2019 | Bayernreporter Einmalige Premiere in Bayern: E-Roller dürfen auf der Straße fahren

Vielleicht ist es das Fortbewegungsmittel der Zukunft: Die elektronischen Roller, auch E-Scooter genannt, fahren zuerst in Bayern - und zwar im oberfränkischen Bamberg!

Foto: Nicolas Armer/dpa Schnell unterwegs: Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke auf den neuen E-Scootern

Seit Freitag läuft in Bamberg eine Testphase für elektronische Tretroller, auch E-Scooter genannt. Vorgestellt wurden die von Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke. Von der Stadt gibt es 15 zugelassene E-Scooter, für die sich Tester bewerben können. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren, der Besitz eines Führerscheins der Klasse B und eine Haftpflichtversicherung. Der Testzeitraum ist eine Woche von Montag bis Freitag. Benutzt werden dürfen die Roller ausschließlich im Stadtgebiet von Bamberg, da es sich hier nur um eine Ausnahmeregelung handelt. 

Deutschlandweit ist Bamberg damit die erste Stadt, in der E-Scooter fahren dürfen. Wer nur kurz die Roller testen will, kann zum Beispiel auf die Messe „Franken Aktiv und Vital“ am kommenden Wochenende gehen und dort seine Runden drehen.

Neue Gesetze für Deutschland geplant

Bisher dürfen E-Scooter nur auf Privatgelände gefahren werden. Deshalb soll noch in diesem Jahr ein Gesetz erlassen werden, was die Benutzung im Straßenverkehr erlauben soll. Es soll eine neue Fahrzeugklasse geschaffen werden, die dann auf eine Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h begrenzt ist und keinen Führerschein benötigen soll. Gedacht sind die neuen Flitzer dann vor allem für Fahrradwege, aber auch für die Straße, sofern kein Radweg vorhanden ist.