17.09.2020 | Bayernreporter Falsche Polizeibeamten erbeuten in Dachau fünfstelligen Bargeldbetrag

In Dachau wurde eine Rentnerin Opfern von falschen Polizeibeamten. Die Täter konnten einen fünfstelligen Geldbetrag erbeuten. Jetzt bittet die Polizei um Mithilfe.

Gestern Nachmittag (16.09) wurde eine 72-jährige Rentnerin aus Dachau Opfer von Callcenterbetrügern. Die bisher unbekannten Täter gaben sich dabei als Polizeibeamte aus, um Vertrauen zu erwecken. Am Telefon wurde der Geschädigten erzählt, dass zwei Straftäter verhaftet wurden und ein weiterer noch flüchtig sei. 

Zur Festnahme des Tatverdächtigen könne die Dame behilflich sein, indem es mit der „ Polizei“ zusammenarbeite. In diesem Fall müsse sie nur Geld abheben, dann könnten die „Polizisten“ in der Bank Verhaftungen durchführen. Natürlich müsse sie im Anschluss das ausbezahlte Geld an die Festnahmebeamten übergeben, damit diese es auf Echtheit überprüfen können. 

Rentnerin war von Echtzeit des Anrufs überzeugt

Die geschädigte Rentnerin konnte im Hintergrund des Anrufers sogar den Polizeifunk hören, so dass sie aufgrund der professionellen Gesprächsführung von echten Polizeibeamten ausging. Auch ein von ihr getätigter Rückruf unter der Telefonnummer 110 führte wieder zu ihren „alten Gesprächspartnern“. So ging die Dachauer Rentnerin letztendlich davon aus, bei einem Polizeieinsatz behilflich zu sein, hob tatsächlich eine fünfstellige Summe von ihrer Bank ab und übergab das Geld an die Betrüger.

So werden die Tatverdächtigen beschrieben:

  • männlich
  • ca. 30 Jahre alt
  • 170 – 175 cm groß
  • südländisches Erscheinungsbild
  • dunkler Kurzhaarschnitt, Coronamaske, bekleidet mit blauer Jeans und dunklen T-Shirt mit Ärmeln
  • Er sprach akzentfrei Deutsch.

Der zweite Tatverdächtige war ca. 180 cm groß und trug einen weißen Jogginganzug.

Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck bittet Personen, die im Bereich Himmelsreichweg und Schillerstraße in Dachau verdächtige Wahrnehmung in Bezug auf oben genannten Sachverhalt gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 08141/6120 zu melden. 

Quelle: Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck