09.04.2019 | Bayernreporter 43 Jahre vermisste Schülerin: Wird Rätsel um Monika Frischholz endlich gelöst?

Es ist beinahe 43 Jahre her, dass in der Oberpfalz ein zwölfjähriges Mädchen sein Elternhaus verließ und verschwand. Mit Hilfe neuer Zeugenaussagen konnte die Polizei jetzt den Ort ermitteln, an dem sie die Leiche der Schülerin vermutet.

Foto: Armin Weigel/dpa

Jahrzehnte nach dem Verschwinden der damals zwölfjährigen Schülerin Monika Frischholz hat die Polizei in der Oberpfalz mit Grabungen an einem möglichen Ablageort der Leiche begonnen. Die Ermittler stießen am Montag (09.04.) nach nur wenigen Stunden auf ein Auto. 

Bislang hätten die Kriminalbeamten an dem Fahrzeug Hinweise festgestellt, „die unter Umständen relevant für unseren Fall sind“, sagte ein Polizeisprecher. Genauere Angaben gab er mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht bekannt. Das Mädchen wurde aber offenbar noch nicht gefunden.

Wem gehörte das verdächtige Auto?

Der Fundort des Wagens, ein VW Käfer, liegt direkt an einem Forst. Stück für Stück hätten mehr als 20 Einsatzkräfte am Montagnachmittag mit Schubkarren, Schaufeln und Händen das Fahrzeug freigelegt. Demnach sind auch Bäume gefällt worden, um das Auto aus der Grube heben zu können.

Ob der Fund tatsächlich im Zusammenhang mit dem vermissten Mädchen steht, sollen weitere Untersuchen am Wagen und der Grube zeigen. Die Polizei will am Dienstag rund um den Fundort weitere Untersuchungen durchführen und das Auto kriminaltechnisch durchleuchten.

Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz Monika Frischholz war im Mai 1976 spurlos verschwunden.
Neue Hinweise in mutmaßlichem Mädchenmord

Monika Frischholz ist vor beinahe 43 Jahren verschwunden. Den bisherigen Ermittlungen zufolge verließ die Schülerin am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus.

Durch Zeugenaussagen aus der damaligen Zeit, aber auch durch neue Hinweise, konnte die Polizei den Fußweg des Mädchens in Teilen nachverfolgen und einen Ort südlich von Flossenbürg (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) ausmachen, an dem die vermisste Schülerin begraben liegen könnte. Nähere Auskünfte über die Erkenntnisse, die zum Grabungsort geführt haben, teilte die Polizei mit Blick auf das laufende Verfahren nicht mit.

Foto: Armin Weigel/dpa Nach Ausgrabungen heben Polizisten das gefundene Auto mit einem Kran aus.

„Wir wissen noch nicht, was uns erwartet“, hatte Kriminalhauptkommissar Armin Bock vor Beginn der Grabungen am Montagmorgen gesagt. „Egal jedoch, wie diese erste Untersuchung verlaufen wird: Wir werden nicht aufgeben!“ Primäres Ziel sei für alle beteiligten Einsatzkräfte das allem Anschein nach getötete Mädchen zu finden, sagte Bock.