07.03.2019 | Bayernreporter Rätsel um Feuer-Drama in Nürnberg: Wohnung hatte Rauchmelder

Nach der Brandkatastrophe im Nürnberger Stadtteil Sandreuth können die Beamten mittlerweile Brandstiftung ausschließen. Mehrere Rauchmelder wurden jetzt im abgebrannten Haus gefunden. Die Ermittler stehen vor einem großen Rätsel.

Foto: Daniel Karmann/dpa

Nach dem Nürnberger Brandunglück vom vergangenen Wochen hat die Polizei jetzt neue Erkenntnisse. Im abgebrannten Wohnhaus fanden die Brandermittler mehrere Rauchmelder. Ob diese zum Zeitpunkt des Brands funktionsfähig waren, ist aber noch unklar. 

Die Rauchmelder wurden durch das Feuer stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass nicht sicher ist, ob überhaupt eine frühere Funktionsfähigkeit nachgewiesen werden kann. Die genaue Rekonstruktion der Brandursache könnte noch Wochen dauern, so ein Polizeisprecher. Obwohl die Ermittler derzeit Brandstiftung ausschließen, ermittelt man trotzdem weiter in alle Richtungen.

Polizei bittet weiter um Hinweise

Im Zuge der laufenden Ermittlungen bittet die Polizei auch weiterhin um sachdienliche Hinweise. Zeugen, die private Bild- oder Videoaufnahmen aus der Brandnacht haben, sollen sich bei der Polizeikommission Sandreuth melden. Die Beamten haben hierfür auch extra ein Upload-Portal eingerichtet.

Verheerender Brand in Sandreuth: Das ist passiert

In der Nacht zum Samstag waren die 34-Jährige Mutter, ein Säugling und ihre drei weiteren Kinder im Alter von vier, fünf und sieben Jahren ums Leben gekommen. Sie wurden im Dachgeschoss des Hauses vermutlich im Schlaf von dem Feuer überrascht.

Die beiden 68 und 69 Jahre alten Großeltern, deren 41-jährige Tochter, der 28-jährige Vater der Kinder und ein achtjähriger Sohn überlebten die Katastrophe schwer verletzt. Sie konnten sich selbst aus dem brennenden Haus in dem Industriegebiet im Stadtteil Sandreuth retten.